Handballer erst im Herbst wieder auf Torejagd

MHV bricht Saison 2020/21 in der Mitteldeutschen Oberliga ab - Spielbetrieb auch auf Landesebene eingestellt

Freiberg/Mittweida.

Die Handballer der HSG Freiberg spielen in dieser Saison nicht mehr um Oberliga-Punkte. Der Vorstand des Mitteldeutschen Handballverbandes hat am Dienstagabend einstimmig den Abbruch der laufenden Serie in der Mitteldeutschen Oberliga beschlossen. "Die zuletzt verlängerten Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern und die damit verbundenen Unabwägbarkeiten für die Planung des Spielbetriebs lassen leider keine andere Entscheidung zu", sagte Steffen Müller, der amtierende MHV-Vorsitzende. Die Saison 2020/21 werde nicht gewertet, es werde auch keine Absteiger geben.

Für Stefan Lange, den Geschäftsführer der HSG, kommt diese Entscheidung nicht überraschend. "Das war zu erwarten und macht auch Sinn." Zu begrüßen sei das Angebot, nach Öffnung der Hallen einen freiwilligen Spielbetrieb zu organisieren. "Das werden wir jetzt mit der Mannschaft besprechen." Ansonsten werde, sobald es möglich ist, die Vorbereitung auf die neue Saison beginnen. Mit dem Startschuss rechnet Lange im September. Dass alles wieder bei Null beginnt, sieht man beim aktuellen Tabellenzweiten der Oberliga (9:3 Punkte) gelassen. "Natürlich ist es schade, dass wir die Punkte nicht mitnehmen", sagt der HSG-Manager. "Aber wir nehmen diese Bilanz als Motivation für die Vorbereitung mit." Das Team habe erneut unterstrichen, dass es zur Oberliga-Spitze gehört. "Und daran werden wir im Herbst anknüpfen."

Auch auf Landesebene wird der Spielbetrieb eingestellt. Das Präsidium des Handball-Verbandes Sachsen hat am Mittwoch einen entsprechenden Beschluss ebenfalls einstimmig gefasst. "Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Sie ist aber alternativlos", sagte HVS-Präsident Karsten Küter. Schließlich würden auch Amateurmannschaften nach der langen Pause einen Trainingsvorlauf von rund vier Wochen benötigen. Zudem werde es in den einzelnen Ligen keine Auf- und Absteiger geben. "Und wir werden auch den Spielbezirken und -kreisen empfehlen, so zu verfahren", sagte Küter. (sb/kbe)

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