Hautnah an der Weltelite

Die Kampfrichter des SSV Sayda waren beim Ski-Weltcup in Dresden dabei und richten am kommenden Wochenende an gleicher Stelle den Internationalen Sachsencup mit aus. Ein junger Holzhauer sammelte derweil Pluspunkte für die U-23-WM.

Sayda.

Ab Mittwoch ist Sven Kaltofen schon wieder in Dresden an der Strecke. Der Abteilungsleiter Ski des SSV Sayda ist Kampfrichter bei einer Benefizveranstaltung, die die Uni-Klinik Dresden veranstaltet. Sie gehört zur Programmwoche rund um den FIS-Skiweltcup in Dresden, der am Wochenende am Elbufer über die Bühne gegangen war - und zu dessen Gelingen wie im Vorjahr etliche Kampfrichter des SSV Sayda beigetragen hatten.

"Es war ein toller Wettkampf und für uns alle erneut ein großes Erlebnis", schwärmt Sven Kaltofen. Drei Tage waren die Erzgebirger hautnah mit der Weltelite um Sprint-Olympiasiegerin Stina Nilsson sowie den Norweger Sindre Bjoernestad Skar, der etwas überraschend bei den Herren gewann, zusammen. Kaltofen, der als Streckenposten am Skidepot eingeteilt war, ergatterte sogar ein Autogramm von Sprintstar Nilsson, die in Dresden sowohl im Einzel- als auch im Teamsprint triumphierte. Rund 30 Unterschriften zieren jetzt die Kampfrichterjacke des 42-jährigen Saydaers. Im Vorjahr hatte sich unter anderem der Italiener Federico Pellegrino, der 2018 den Herrensprint in Dresden gewann, verewigt.

Heute ist der Saydaer Ski-Chef nun beim Charity-Event der Uni-Klinik Dresden für die Zeitnahme verantwortlich. Von 14 bis 17 Uhr geht es zugunsten des Projekts "Starke Kinder - gestärkte Familien" in die Loipe. Beim Lauf für Firmenteams (Donnerstag, 17 Uhr) sitzt Kaltofen ebenfalls in der Wettkampfleitung. Zudem ist die ganze Woche über der Nachwuchs auf der Weltcupstrecke am Dresdner Königsufer unterwegs. Vor allem Erstklässler sollen bei "Schulsport auf Ski" an den Langlauf herangeführt werden, erklärt Toralf Richter, der Vorsitzende der Skiregion Osterzgebirge. "Wir haben einen Parcours aufgebaut, in dem sie Elemente des Skilanglaufs kennenlernen." Vor allem aber sollen alle Spaß im Schnee haben.

Für die meisten der überwiegend Sieben- und Achtjährigen seien es die ersten Schritte in der Loipe, sagt Richter. Neben dem Saydaer betreute gestern unter anderem Tobias Angerer die Grundschüler aus der Region Dresden. Der mehrfache Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften und Olympia ist jetzt Vizepräsident beim Deutschen Skiverband.

Am Wochenende sind die Saydaer selbst Gastgeber: Der SSV um Kampfrichterchef Gilbert Krönert richtet mit dem SK Dresden-Niedersedlitz den Internationalen Sachsencup am Elbufer aus. Im Vorjahr waren 500 Aktive am Start. "Das war ein Riesenerfolg", blickt Kaltofen zurück. Diesmal werden 300 Kinder und Jugendliche von der AK 5 bis zur AK 17/18 erwartet. Aus Sayda gehen 20 junge Sportler in die Spur, so der Ski-Abteilungsleiter. Dresden habe in Sachen Langlauf große Tradition, sagt Kaltofen. So wurde der Skiverband Sachsen vor mehr als 100 Jahren in Dresden gegründet.

Merle Richter vom SSV Sayda hat dagegen die Qualifikation für die Europäischen Olympischen Jugendspiele im Februar in Sarajevo verpasst. Beim Deutschlandpokal in Bayerisch Eisenstein kam die 17-Jährige zwar im Freistilsprint auf Platz 2 - ihr bislang bestes Ergebnis in dieser Saison. Mit Platz 6 beim Klassik-Distanzrennen verpasste die Richter aber die Nominierung um einen Rang. Die Saydaerin, die in der Gesamtwertung des Deutschland-Pokals in der AK U 18 auf Platz 4 steht, darf aber auf eine Teilnahme an den Skispielen der Alpenländer Anfang März in der Schweiz hoffen.

Jacob Vogt von der SG Holzhau sammelte dagegen Pluspunkte für die U-23-WM im finnischen Lahti. In Abwesenheit der deutschen Spitze gewann der 21-Jährige in Bayerisch Eisenstein zweimal Silber. Ob das zur Nachnominierung reicht, wird sich am heutigen Mittwoch entscheiden, so Stützpunkttrainer Lutz Hänel. Zweimal Platz 2 deute auf alle Fälle auf eine steigende Formkurve hin. (mit tori)

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