Hoch zu Ross und stark am Seil

Über 300 Reitsportler haben am Wochenende in 20Prüfungen das Langenstriegiser Turnier bereichert. Beim Tauziehcup mussten die LSV-Teams aber den Gästen den Vortritt lassen.

Langenstriegis.

Für Kathleen Tenzlers Pferd Cantaro ist die Zeit bis zum heimischen Reitturnier in Langenstriegis zu schnell davongelaufen. Das deutsche Sportpferd wurde in der vergangenen Woche krank, sodass die Presseverantwortliche des Langenstriegiser SV am Wochenende selbst keine Zügel in die Hand nehmen konnte. Dennoch zieht die 35-Jährige ein positives Fazit nach den beiden Turniertagen.

"Mit 300 Starts in 20 Prüfungen ist das Turnier diesmal zwar etwas kleiner ausgefallen, allerdings tat das der Zuschauerresonanz keinen Abbruch", sagt Tenzler. Auch diesmal habe der Parkplatz am Turniergelände gerade so ausgereicht. "Ich schätze, dass wir an beiden Tagen zusammen rund 800 Gäste bei uns hatten." Diese sahen nicht nur Spring- und Dressurreiter, sondern auch Wettbewerbe in der Vielseitigkeit. In dieser Disziplin wurden am Wochenende auch verschiedene Meisterschaften ausgetragen. Bei den sächsischen Titelkämpfen machten zwei mittelsächsische Reiterinnen in der Klasse L das Rennen unter sich aus: Jenna Lange vom RV Freiberg holte auf Golero den Titel, Zweite wurde Lisa Millert mit Classic Chester vom Hennersdorfer Sportverein. Bei den Kreismeisterschaften der Klasse A** gelang Josefine Braune vom RFV Freiberg mit Charlott der Sprung auf Platz 1. Ein Titel ging auch an die Gastgeber: Anna Herrmann-Hähner vom LSV sicherte sich den Sieg bei den Kreis- Kinder- und Jugendspielen der Vielseitigkeit, deren Wettbewerbe im Rahmen des Turniers ausgetragen wurden. Zudem holte sich Silke Schmieder von den Gastgebern auf Pedro den Sieg im Kostümspringen. Sie holte zudem einen 4.Platz im Stilgeländeritt und Platz5 im Springen.

"Die Bedingungen für die Wettbewerbe waren letztlich sehr gut", sagt Kathleen Tenzler. Da es im Vorfeld noch ein wenig geregnet hatte, war der Boden etwas weicher. "Und auch der Nieselregen am Sonntag hat die Besucher überhaupt nicht abgeschreckt."

Ein Publikumsmagnet war dabei am Sonntag der LSV-Tauziehcup, bei dem vier Frauen- und neun Männermannschaften an den Start gingen. Hier mussten die sonst so erfolgsverwöhnten Gastgeber allerdings anderen Teams den Vortritt lassen. Bei den Frauen ging es in ein Stechen zwischen den Tauzie(h)gen des LSV und einer Mannschaft aus Krankenschwestern der Diakonie, die sich eigens für den Cup zusammengefunden hatte. "Leider ging da mir selbst ein wenig die Kraft aus, sodass die Krankenschwestern gewonnen haben", sagt Kathleen Tenzler. Bei den Männern wurden die LSV-Bulls auch Zweiter. Hier zeigten sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schönerstadt etwas kräftiger und gewannen. "Wir freuen uns, dass so viele Feuerwehr-Teams aus der Umgebung teilgenommen haben", so Tenzler.

Insgesamt habe der gesamte Verein beim Reitturnier wieder mitgeholfen, sagt sie. "Auch Nichtmitglieder haben wieder viel Hand angelegt", sagt Tenzler. Vor allem Jürgen Tschirch aus Langenstriegis habe im Vorfeld die Hürden liebevoll wettkampftauglich gemacht.

Für die LSV-Reitsportler stehen in den kommenden Wochen noch drei größere Turniere an. "Wir nehmen noch in Altmittweida, Pretzschendorf und Seelitz teil", sagt Kathleen Tenzler.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...