HSG: Drei Tage lang Schweiß und Spaß

Die Freiberger Oberliga-Handballer haben im Trainingslager für die neue Saison geschwitzt und den ersten Test absolviert. Auch die zweite Vertretung tankte reichlich Kraft und Kondition.

Freiberg.

Zum Glück muss sich Eric Neumann tagsüber im Moment nicht ganz so viel bewegen. Der Rückraumspieler der HSG Freiberg schreibt gerade an seiner Diplom- arbeit. Ansonsten könnte es zu Beginn der Woche durchaus die eine oder andere leichte Bewegungseinschränkung geben, so der angehende Wirtschaftsingenieur schmunzelnd. "Muskelkater ist definitiv vorhanden." Drei Tage lang schwitzten die HSG-Handballer am Wochenende im Kurztrainingslager, wobei vier straffe Einheiten und ein intensives Testspiel gegen einen Drittligisten auf dem Programm standen.

"Es war schweißtreibend, aber alle haben richtig Gas gegeben", lautet das Fazit von Cheftrainer Alexander Matschos. Er hatte bei tropischen Temperaturen nur die letzte Einheit gestrichen, die ohnehin schon ins Bad verlegt worden war, und seinen Schützlingen selbstständige Abkühlung statt Schwimmstaffeln verordnet. "Die Jungs haben wirklich sehr gut gearbeitet", begründet der HSG-Coach das vorzeitige Ende.

Am Freitag standen zunächst zwei Einheiten in der Ernst-Grube-Halle mit den Schwerpunkten Abwehrarbeit und Taktik auf dem Plan, "um vor allem die neuen Spieler weiter einzubinden", sagt Matschos. Der 39-Jährige hatte dabei bis auf Yannick Morgenstern (Urlaub) und Lorenz Nossek (angeschlagen) alle Akteure des erweiterten Oberliga-Kaders an Deck. Und auch die erste Abendveranstaltung war durchaus sportlich: Auf dem Golfplatz in Gahlenz spielten die HSG-Handballer Footgolf und absolvierten dabei einen 18-Loch-Kurs über 2,5 Kilometer. Ins Ziel kamen sie erst weit nach Sonnenuntergang. "Beim letzten Loch mussten sich alle ganz schön anstrengen, um noch etwas zu sehen", erzählt Matschos lachend.

Der Chefcoach stand dabei im vierköpfigen Siegerteam, zu dem noch Björn Richter, Keeper Richard Meinicke und Matej Harvan gehörten. "Eine sehr schöne Sache - das hat richtig Spaß gemacht", so der junge Tscheche. Sonnabendvormittag schwitzten Harvan und seine Teamkollegen bereits wieder in der Halle beim Trainingsschwerpunkt Umkehrspiel. Nach dem Mittagessen ging es dann nach Großenhain, wo der erste Test der Vorbereitung gegen den SC DHfK Leipzig II auf dem Programm stand. Der Drittligist, der dort seine Zelte im Trainingslager aufgeschlagen hatte, gewann zwar klar mit 36:28 (18:14), aber die Freiberger boten in der Rödertalhalle lange Paroli. Er habe viele gute Ansätze gesehen, so Matschos nach der ersten Standortbestimmung seit März. Vor allem Erik Riedel, der neue Rückraumspieler vom Sachsenligisten HSV Weinböhla, habe einen sehr guten Einstand gefeiert, lobt der HSG-Trainer.

Den Abend verbrachten die Freiberger diesmal etwas geruhsamer im Miners Pub, ehe die Abschlusseinheit am Sonntag dann die allerletzten Körner erfordert habe, sagt Eric Neumann. Der 25-jährige Rechtshänder wurde am Wochenende von der Mannschaft erneut zum Kapitän gewählt, Stellvertreter ist Torwart-Routinier Tino Hensel. "Es war ein abwechslungsreiches und intensives Trainingslager", so Neumann. Alle hätten viel Spaß gehabt, "aber wir haben auch drei Tage lang Gas gegeben".

Gleiches traf auf die zweite Mannschaft der HSG zu. Das Team von Markus Lehmann und Ingolf Jaeger quartierte sich in "Blockhausen", dem Walderlebniszentrum bei Mulda, ein und holte dort ebenfalls drei Tage Schwung für die neue Saison. Auf dem Plan stand vor allem Kraft- und Konditionstraining, erklärt Lehmann. "Einen Handball hatten wir nicht mit dabei", so der 36-Jährige, der seit vier Jahren für die HSG II verantwortlich ist.

Der Kader des Vorjahreszweiten der Verbandsliga West bleibt fast komplett zusammen. Nur Keeper Ehab Ben Husen wechselt zu Oberliga-Aufsteiger HC Glauchau/Meerane. Daniel Makowski kehrt dafür nach einem Kreuzbandriss zwischen die Pfosten zurück, und mit Robert Jehmlich, Simon Ziemey und Maximilian Müller rückt ein junges Trio aus der dritten Mannschaft fest in den Kader der "Zweiten".

Für die erste Vertretung der Freiberger geht es bereits am Dienstagabend weiter. Dann wird Oberliga-Rivale Pirna/Heidenau zum Test erwartet - allerdings ohne Zuschauer.

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