HSG: Dritte wirft Spitzenreiter raus

Die Handballer der HSG Freiberg III stehen nach einem 29:28 gegen die BSG Wismut Aue in Runde 2 des Bezirkspokals. Auch in Flöha wird wieder gespielt.

Freiberg.

Die Stimmung in den Handballvereinen der Region hält sich nach Beginn der verordneten Corona-Zwangspause in Grenzen. Den Männern der HSG Freiberg III ist es in der heimischen Ernst-Grube-Halle zumindest gelungen, mit einem Erfolgserlebnis in die handallfreie Zeit zu gehen. Denn der aktuelle Tabellenfünfte der Bezirksliga sorgte im Bezirkspokal für eine kleine Überraschung und bezwang den souveränen Tabellenführer, die BSG Wismut Aue, mit 29:28 (16:20).

Der Erfolg ist umso höher einzustufen, da die Freiberger aufgrund zahlreicher Ausfälle alles andere als in Bestbesetzung antreten konnten. Und tatsächlich schien es zunächst so, als hätten die sehr selbstbewusst auftretenden Gäste alles im Griff. Wismut - Nachfolger der früheren Spielgemeinschaft Aue/Schneeberg - führte nach sieben Minuten 7:3 und lag auch nach 19 Minuten klar vorn (15:10). Nach dem Wechsel änderte sich das Bild zunächst kaum. Die Erzgebirger erfreuten sich eines 23:19-Vorteils, Freibergs "Dritte" suchte nach dem richtigen Rezept.

Doch das wurde dann offenbar gefunden. Plötzlich parierte HSG-Torhüter Lukas Bergunde die Bälle reihenweise. "Seiner Steigerung war es insbesondere zu verdanken, dass wir die Wende einleiten konnten", lobte HSG-Trainer Robert Leo Jehmlich. Doch schließlich sei der Erfolg nur durch eine starke Mannschaftsleistung möglich. "Mit viel Teamgeist, Moral und Kampfeswillen haben wir den Einzug in die nächste Runde geschafft", so der Freiberger Coach. In der 49. Minute gingen die Gastgeber durch Peter Schneider erstmals in Führung. Dem schloss sich ein Kopf-an Kopf-Rennen bis zum 28:28 an, ehe Niklas Kühn den entscheidenden Treffer für die HSG markierte. Schneider und Tom Mader waren mit je sechs Toren die erfolgreichsten Werfer in den Freiberger Reihen. Sven Hesse und Paul Grund trafen je viermal.

Eigentlich hätte auch die HSG II im Sachsenpokal gegen den HVO Cunewalde Heimrecht gehabt. Doch die Begegnung sei nach ausführlicher Rücksprache mit dem Gegner abgesagt worden, erklärte der Chef der HSG-Spielbetriebsgesellschaft, Stefan Lange. "Beide Seiten hätten keine spielfähige Mannschaft zusammenbekommen."

Auch das Bezirkspokalduell zwischen dem SV Beierfeld und dem HV Oederan ist ausgefallen. Dabei waren die Oederaner Initiatoren der Absage. "Wir haben uns unter Beachtung der veränderten Corona-Lage abgestimmt. Auch aus Sicht auf die berufliche Verantwortung, die jeder Einzelne von uns hat, schien uns diese Entscheidung alternativlos", sagte HVO-Trainer Marco Börner. Über die Neuansetzungen wurde noch nicht entschieden.

Gespielt wurde dafür im Kreispokal. Die neu gegründete Männermannschaft des VfB Flöha bezwang dabei den HV Klingenthal mit 35:13 (19:7). Dabei zeigten die von Lutz Braun trainierten Gastgeber früh, wer Chef im Ring ist: Es war noch keine Viertelstunde gespielt, als Daniel Michel zum 12:2 traf. Mitte der 2. Halbzeit stellte Ronny Butze auf 29:9. Michel war mit zehn Treffern erfolgreichster Werfer in den Reihen des VfB. André Gläß traf sechsmal, Steve Wundram fünfmal. Flöhas Torhüter Hendrik Raschke verlebte dagegen 60 ruhige Minuten.

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