HSG: Mit Abstand und Livestream

Handball: Freiberger planen mit 200 Fans

Freiberg.

Die Oberliga-Handballer der HSG Freiberg liegen in der Vorbereitung auf die neue Saison weiterhin klar auf Kurs. Nach den guten Auftritten gegen die tschechischen Spitzenteams Dukla Prag und HK Lovosice in der Vorwoche bezwang die HSG am Montagabend im sechsten Test den alten Rivalen Zwickauer HC Grubenlampe klar mit 34:27 (15:16) Toren, wobei Trainer Alexander Matschos seinem Team vor allem in der 2. Halbzeit eine sehr ordentliche Leistung bescheinigte.

Auch organisatorisch sitzten die Verantwortlichen an ihren Hausaufgaben. Wichtigste Frage sei, wie viele Fans die Spiele in der Ernst-Grube-Halle ab Oktober besuchen dürfen, sagt HSG-Geschäftsführer Stefan Lange. "Es war zu erwarten, dass es keine vollen Ränge geben wird. Unser Versuch einer generellen Maskenpflicht in der Halle und vollen Zuschauerrängen wurde nicht genehmigt. Es gilt die Abstandsregel." Lange plant nun mit 200 Zuschauern. Der Verein biete den Bestellern der Dauerkarten (115) die wenigen Plätze an. Dazu kommen rund 100 Sponsorenkarten. "Es gibt also noch Gesprächsbedarf, um keinen vor den Kopf zu stoßen", sagt der HSG-Manager. Zudem sei das wirtschaftlich eine echte Herausforderung.

Um die Lücke im Etat so klein wie möglich zu halten, arbeitet der Verein mit Hochdruck an einem Live-stream für die Heimspiele. Die Buchungsplattform stehe, ein Ticket soll etwa vier Euro kosten, so Lange. "Die Technik wird gerade angeschafft und installiert. Mit Unterstützung von Profis aus Leipzig versuchen wir, uns so schnell wie möglich in dieses neue Medium einzuarbeiten." Zeitlich werde das bis zum 3. Oktober, wenn der USV Halle zum ersten Heimspiel in der Grubehalle erwartet wird, aber eine enge Kiste. Denn der Stream soll nicht nur die Spiele zeigen, "sondern auch Sponsoreninformationen, Livekommentare und Interviews enthalten", erklärt der Geschäftsführer.

Damit das Vorhaben gelingt, suche man noch Leute, die Lust auf dieses Projekt haben - Sprecher, Filmer oder Texter, so Lange, der eine "Dachse-TV Crew" aufbauen möchte. Zudem könnten bei Partnern der HSG - dem Hotel Kreller, der Brauhaus AG und dem Miners Pub - abwechselnd Handball-Partys organisiert werden. Nach dem Livestream der Spiele könnten dort auch Spieler oder Trainer vorbeischauen.

Der Aufwand sei auf jeden Fall enorm, betont der HSG-Manager. Aber man sei gegenüber den treuen Fans, Sponsoren und Partnern auch in der Pflicht, so Lange. "Bisher haben fast alle ihre Sponsorenverträge und Zusagen verlängert." (sb)

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