HSG: Mit Schwung ins neue Jahr

Die Freiberger Oberliga-Handballer sind zum Auftakt gleich beim Tabellenzweiten gefordert. Die Generalprobe stimmt jedoch zuversichtlich.

Freiberg.

Alexander Matschos ist grundsätzlich Optimist. Auch in Bezug auf die deutsche Handball-Nationalmannschaft, die am Donnerstag mit dem Spiel gegen die Niederlande in die EM startete. Der Spielertrainer der HSG Freiberg traut dem Team von Nationalcoach Christian Prokop den Einzug ins Halbfinale zu - trotz der prominenten Ausfälle vor allem im Rückraum. "Allerdings muss alles passen", sagt Matschos.

Auch seinem eigenen Team traut der 38-Jährige, der seit dieser Saison in Freiberg in der Cheftrainerrolle ist, noch einiges zu. Zum Beispiel am Sonnabend. Dann starten die Freiberger mit dem Auswärtsspiel beim HC Burgenland (19 Uhr in der Sporthalle Euro Ville Naumburg) ins neue Jahr. "Der HC Burgenland ist diese Saison sicher Aufstiegsfavorit Nummer eins. Aber sie haben auch schon einige Punkte liegengelassen", blickt Matschos auf die Partie beim Tabellenzweiten. Mit 21:7 Punkten liegen die Sachsen-Anhalter hinter Concordia Delitzsch (20:6), aber klar vor der HSG (5./15:13). Die Freiberger hatten auch das Hinspiel nach guter 1. Halbzeit mit 24:28 verloren.

Dennoch blickt Matschos optimistisch aufs Rückspiel. "Wir sind auf jeden Fall nicht chancenlos und wollen unsere Serie natürlich fortsetzen", sagt der Freiberger Spielertrainer. Sieben Spiele sind die HSG-Dachse mittlerweile ungeschlagen und bissen sich vom Tabellenende bis auf Platz 5 durch. Im Hinspiel musste man einige Ausfälle verkraften, so Matschos. Zudem lief zu Saisonbeginn vieles nicht rund. "Das sollte am Samstag anders aussehen." Mit Matej Harvan kehrt zumindest ein Spieler aus dem HSG-Lazarett aufs Parkett zurück. Miroslav Jahn hat nach seinem Bandscheibenvorfall grünes Licht von Teamarzt Alexander Weiser und auch schon trainiert. Ein Einsatz im Spitzenspiel käme aber noch zu früh, so Matschos. Bei Nico Werner wolle man noch die Laborwerte abwarten. Der Linkshänder fehlt trotz auskurierter Lungenentzündung ebenfalls.

Die Teamkollegen haben dagegen am Mittwoch Spielpraxis gesammelt und im Trainingsspiel gegen den HC Glauchau/Meerane Schwung geholt. Mit 35:29 (17:17) besiegte die HSG den Spitzenreiter der Sachsenliga. Am Anfang sei aber viel Sand im Getriebe gewesen, sagt Matschos. Vor allem in der Deckung habe einiges nicht funktioniert. "17 Gegentore in einer Halbzeit sind zu viel." In der 2. Halbzeit stabilisierten sich die Freiberger und spielten am Ende auch ihre konditionellen Vorteile aus. Doch die Tore fielen nicht nur per Konter, sondern auch aus dem Positionsangriff. Beste Werfer waren Felix Kempe, Hannes Rabe und Martin Rom, die je fünfmal trafen. Drei Tore steuerte auch der junge Robert Jehmlich aus der 2. Mannschaft der HSG bei. "Ein überzeugender Auftritt", lobt der HSG-Coach den 19-jährigen Rechtsaußen.

Ziel für die zweite Saisonhälfte ist, "uns in der oberen Tabellenregion zu behaupten", sagt Matschos. "Platz 4 und 5 ist absolut realistisch, Platz 3 wäre optimal." Dafür müsse aber - analog zur deutschen Nationalmannschaft - alles passen.

Optimistisch ist auch Stefan Lange wieder. Die Finanzierungslücke nach dem Wegfall eines Hauptsponsors konnte geschlossen werden. "Die Saison ist gesichert", sagt der HSG-Geschäftsführer - dank der anderen Sponsoren, der Fans und der Stadt. "Alle haben geholfen", so Lange, "und gezeigt, dass sie hinter dem Verein und der Mitteldeutschen Oberliga stehen."

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