HSG-Neuzugang mit Neustart

Felix Kempe trägt in der neuen Oberliga-Saison wieder das Trikot der Freiberger Handballer. Dabei war der langjährige Zweitliga-Spieler eigentlich schon auf die Trainerbank gewechselt.

Freiberg.

Ganz gut fühle er sich, sagt Felix Kempe und schmunzelt. Der Neuzugang der HSG Freiberg hat zwar mit seinen Teamkollegen den ersten Härtetest der Vorbereitung am Mittwoch gegen die SG Pirna/Heidenau gerade mit 21:27 verloren - außer etwas schweren Beinen habe er aber absolut keine Probleme, sagt der 29-Jährige, der im Juni vom HC Glauchau/Meerane nach Freiberg zurückkehrte.

Dabei hatte Felix Kempe in der Saison 2018/19 nur vier, fünf Spiele als Spielertrainer der Westsachsen absolviert. Denn nach einem Motorradunfall musste er ab 2017 eineinhalb Jahre pausieren - und hatte seine Handballkarriere schon abgehakt, erzählt der langjährige Zweitliga-Spieler. "Ich habe mich dann jedoch nebenbei wieder fit gemacht und mir irgendwann gesagt - so alt bin ich doch noch nicht", schmunzelt Kempe erneut.

Mit der Rückkehr zur HSG schließt sich für ihn auch ein Kreis, sagt der 1,90 Meter große Linkshänder. Bis zur B-Jugend spielte er bei der HSG, ehe er ans Sportgymnasium Leipzig ging und beim SC Leipzig 03 und Concordia Delitzsch spielte. Es folgten sechs Jahre beim Zweitligisten EHV Aue (wo damals auch HSG-Trainer Alexander Matschos auf Torejagd ging), bevor Kempe über Bad Blankenburg nach Glauchau kam und dort Anfang 2018 auf die Trainerbank wechselte. Er habe während seiner langen Verletzungspause einfach irgendwie Verantwortung übernehmen wollen, sagt Felix Kempe, der den langjährigen Rivalen der HSG zudem zurück in die Mitteldeutsche Oberliga führen sollte. "Leider hat es mit dem Aufstieg nicht ganz geklappt."

Dabei kamen die Glauchauer in der Sachsenliga punktgleich mit dem EHV Aue II auf Platz 2 ein (je 33:7 Punkte), der direkte Vergleich entschied aber für die Erzgebirger. Der HC Glauchau gewann zwar am letzten Spieltag 32:23, hatte aber das Hinspiel in Aue mit 19:32 verloren. "Das war schade, ich wollte mich natürlich gern mit dem Aufstieg verabschieden", sagt der Student der Kfz-Technik. Entscheidend waren dabei weniger die vier Tore Unterschied in den direkten Duellen, sondern eine unnötige 22:24-Niederlage beim Drittletzten Neudorf/Döbeln.

In Freiberg, wo Kempe mittlerweile trotz seines Studiums an der Fachhochschule Zwickau auch wieder wohnt, will er nun nochmals angreifen. "Das ist sicher eine Art Neustart für mich", sagt der Linkshänder, der sich im rechten Rückraum und auch auf Rechtsaußen wohlfühlt. Die komplette Vorbereitung seit Anfang Juni hat Kempe dabei absolviert - und das beschwerdefrei.

Trainer Alexander Matschos war mit dem ersten Auftritt seiner Männer trotz der klaren Niederlage nicht unzufrieden. Das Ergebnis sei ohnehin zweitrangig. "Und dafür, dass wir noch nicht viel mit dem Ball gemacht haben, war das nicht so schlecht", sagt der 38-Jährige. Zudem schickte der neue Cheftrainer am Mittwochabend zwei verschiedene Teams für je 30 Minuten auf die Platte: Während die eine Hälfte des Kaders spielte, schwitzte die andere im Kraftraum. Zur Pause führte die HSG 9:6, dann gab es einen kleinen Bruch. Die Jungs, die zuerst im Kraftraum waren, waren einfach "ein bisschen platt", so Matschos.

Bereits am Sonnabend wird weiter getestet: 15 Uhr läuft die HSG beim Drittligisten DHfK Leipzig II in der kleinen Halle der Arena auf, ehe es am Dienstag gegen die nächste Reservemannschaft geht: 19 Uhr kommen die Füchse Berlin II mit Ex-HSG-Trainer Anel Mahmutefendic in die Grubehalle.

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