HSG-Reserve nicht zu stoppen

Die Handballer des Freiberger Verbandsligisten liegen nach einem Viertel der Saison mit an der Tabellenspitze. Dabei passt längst noch nicht alles.

Freiberg.

Markus Lehmann hatte sich nach dem jüngsten Auftritt seines Teams ziemlich schnell verabschiedet. Das lag aber daran, dass der Trainer der HSG Freiberg II in den Urlaub wollte und noch einiges zu erledigen hatte - und keineswegs an der Leistung seiner Schützlinge. Denn die sind in der neuen Saison in der Handball-Verbandsliga bislang sehr gut unterwegs: Mit 8:2 Punkten liegt die HSG-Reserve auf Platz 2 der Staffel West, punktgleich mit Spitzenreiter SV Oberlosa II.

"Das ist eine überaus positive Zwischenbilanz", sagt Lehmann, der nach seinem Ostsee-Urlaub in der Nähe von Lübeck in dieser Woche wieder das Zepter bei der HSG II übernahm. Die Verbandsliga West mit allein sechs Teams aus der Leipziger Region sei zwar etwas schwächer einzuschätzen als die Ost-Staffel, in der die HSG zuletzt auf Rang 8 einkam (20:24 Punkte). "Doch dieser gute Start war trotzdem nicht zu erwarten", sagt Lehmann.

Der 35-Jährige, der seit 2015 auf der Bank des Freiberger Verbandsligisten sitzt und die Mannschaft jetzt mit dem langjährigen Spieler Ingolf Jaeger betreut, kann dabei auf ein starkes Torhütergespann bauen. Neben Christoph Renzing, der auch zum Freiberger Oberliga-Kader gehört, hat vor allem Neuzugang Ehab Ben Husen voll eingeschlagen. Der 23-jährige Libyer kam im Sommer vom Chemnitzer HC und glänzte im Duell gegen seinen Ex-Verein (28:21) mit einer Fangquote von 66 Prozent. "Echt Wahnsinn", staunt Lehmann.

Mit diesem Auftritt gegen den Tabellenzehnten hatten die Freiberger auch den bislang einzigen Ausrutscher in dieser Saison korrigiert. Eine Woche zuvor war die HSG-Reserve im Spitzenspiel beim SV Plauen-Oberlosa II kalt erwischt worden und kam mit 23:38 unter die Räder. "Da hatten wir einen kompletten Blackout", blickt Markus Lehmann zurück. Dabei führten die ersatzgeschwächten Bergstädter im Vogtland sogar (5:2, 9:7) und waren zur Pause zumindest auf Tuchfühlung (12:13). Mit einem 10:0-Lauf vom 22:18 zum 32:18 überrannten die Plauener dann aber die HSG-Dachse.

Oberlosa II wurde jedoch von LVB Leipzig gestoppt (25:20), während die HSG II diese Aufgabe am 1.Spieltag mit 27:24 löste. So führen beide Teams punktgleich. "Es macht im Moment richt Spaß", sagt Lehmann. Dabei hatte der frühere Oberliga-Spieler der HSG nie seinen kompletten Kader zusammen. Viele Akteure hätten jedoch erneut einen Schritt nach vorn gemacht - wie Richard Wolowski, der mit 28 Treffern in der Torschützenliste der Liga auf Platz 7 steht. Mit Routinier Martin Steinfeld (20) und dem jungen Yannick Morgenstern (19) folgen zwei Teamkollegen knapp dahinter.

Zudem trugen sich zuletzt Dominik Gelnar (6) und Benjamin Wolf (5) in die Torschützenliste ein und zum Sieg gegen Chemnitz bei. Beide Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft sammelten nach langer Pause erste Spielpraxis - mit Erfolg.

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