HSG siegt mit Rückkehrer

Die Oberliga-Handballer der HSG Freiberg haben mit 22:18 gegen die SG Pirna/Heidenau gewonnen. Zum Heimsieg verhalf eine Einwechslung in den Schlussminuten.

Freiberg.

Wenn ein Trainer eine Einwechslung vornimmt, und der neue Akteur auf dem Parkett dann auch fast alles richtig macht, spricht man gern von einem "goldenen Händchen" des Übungsleiters. Und eben über so ein wertvolles Körperteil schien Alexander Matschos am Samstag verfügt zu haben. Der Coach des Handball-Oberligisten HSG Freiberg wechselte nach 45 Minuten mit Richard Meinicke einen Torwart ein, der zuletzt wegen einer Ellenbogenverletzung lange pausieren musste. Doch davon war während der Einsatzzeit des 24-jährigen Schlussmanns nichts zu merken. Er zeigte mehrere starke Paraden und warf sogar das letzte Tor der Partie gegen die SG Pirna/Heidenau, welche die Freiberger mit 22:18 (12:10) für sich entschieden und damit den dritten Sieg in Folge feierten. "Wir standen in der Abwehr super. So konnte ich auch meine Bälle halten", lobte Meinicke seine Vorderleute.

Die Gastgeber hatten im Vorfeld der Partie mit vollen Rängen gerechnet. Und diese Erwartungen wurden erfüllt. Beide Fanlager sorgten dafür, dass die Freiberger Ernst-Grube-Halle wieder einmal ausverkauft war und über 60 Minuten eine richtig gute und zudem faire Stimmung herrschte. Über die zwei Punkte freute sich auch Anel Mahmutefendic, der jetzt bei den Füchsen Berlin als Coach tätig ist und vorher unter anderem die HSG trainierte. "Wir stehen mit Anel regelmäßig in Kontakt. Sein Besuch war schon längere Zeit geplant", verriet Stefan Lange, der Chef der Freiberger Spielbetriebsgesellschaft.

Im Lager der HSG fehlte nur Björn Richter verletzungsbedingt, sonst konnte Spielertrainer Matschos auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Der Start in die Begegnung gefiel zunächst allen Zuschauern, denn nach 10 Minuten stand es 3:3. Beide Seite standen in der Abwehr kompakt und gestatteten es dem Gegner nicht, davonzuziehen (6:6/16.). Sicherlich war es der Stimmung dienlich, dass Felix Kempe einen Siebenmeter zum 10:8 verwandelte (25.). Die Pirnaer kamen im Angriff fast regelmäßig in gemütlicher Nebenstreckengeschwindigkeit statt im ICE-Tempo daher. Doch mit diesem Konzept hatten sie durchaus Erfolg und blieben bis zur Pause dran. In der zweiten Halbzeit zog Pirna das Tempo etwas an. Nach 36 Minuten ging das Team vom Elbestrand 14:13 in Front. Die HSG erlaubte den Gästen aber nicht, sich auf dem Spielfeld ungehindert breitzumachen und legte durch Kempe, der insgesamt zehnmal erfolgreich war und zugleich alle Siebenmeter versenkte, auf 19:17 vor (50.). Dass genau dieses Resultat auch nach 58 Minuten Bestand hatte, umschreibt den Spielverlauf recht passend. Dann war es erneut Kempe, der vom Punkt aus das Spielgerät zum 20:17 im gegnerischen Kasten versenkte. Und im Anschluss war es in der Schlussminute Meinicke, der den Sack endgültig zuband. "Wir wussten, dass wir den Grundstein für den Erfolg in der Abwehr legen und vorn zu einfachen Toren kommen müssen. Das ist uns sehr gut gelungen", sagte "Goldhändchen" Matschos. Er hatte Meinicke nach guten Trainingsleistungen in den Kader berufen. "Und dann hatten wir den richtigen Riecher, indem wir Richard aufs Parkett schickten", schmunzelte der Freiberger Spielertrainer. Seine Schützlinge haben nun etwas Zeit, den Erfolg zu genießen. Denn die Mitteldeutsche Oberliga tritt jetzt in eine kleine Punktspielpause ein. Für Freiberg geht es am 22. Februar in Köthen weiter.

StatistikHSG Freiberg: Meinicke (1), Renzing, Hensel - Lehmann , Wolf (3), Schettler (2), Neumann (2), Kempe (10/4), Matschos, Rabe, Harvan, Gelnar, Werner, Rom (4) Siebenmeter: HSG: 4/4 SG: 1/1 - Zeitstrafen: HSG: 4, SG 10 min - SR: Hoefer/Hoefer - Zuschauer: 624


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