HSG: Trotz Stillstand wird geplant

Handball-Oberliga: Zwei Zugänge so gut wie fix

Freiberg.

Aufgrund der aktuellen Lage ist die Saison bei den Handballern der Mitteldeutschen Oberliga bis zum 19. April ausgesetzt. Danach will der Verband möglichst dort weitermachen, wo man aufgehört hat. Stefan Lange, der Geschäftsführer der HSG Freiberg (Foto), rechnet jedoch nicht damit, dass die letzten fünf Spieltage ausgetragen werden: Sollte der Spielbetrieb noch einmal fortgesetzt werden, würde erstens ein ziemliches Chaos ausbrechen, prophezeit der HSG-Manager, "weil unter anderem die Hallenkapazität begrenzt ist". Und zweitens gäbe es derzeit viel Wichtigeres als die Ausrichtung von Sportveranstaltungen.

Für die HSG, aktuell auf Platz 6 der Oberliga (22:20 Punkte), stehen damit aber weiterhin einige Probleme, vor allem finanzieller Art, im Raum. Es gehe um mögliche Rückzahlungen an Dauerkartenbesitzer, eventuelle Rückforderungen von Sponsoren sowie Verluste durch fehlende Kartenverkäufe und Beiträge für Präsentationsspieltage, zählt der Geschäftsführer der HSG-Spielbetriebsgesellschaft auf. "Hinzu kommt aktuell der Diebstahl unseres Bedienteiles für die Anzeigetafel in der Halle", ärgert sich Lange. Das fehle seit dem letzten Heimspiel der HSG II in der Verbandsliga gegen Döbeln II, und sei trotz intensiver Suche nicht finden. Somit schließe man einen "Scherz" aus, sagt der 48-jährige Funktionär. "Das Bedienteil wird nicht mehr produziert und damit sprechen wir über eine neue Anzeigetafel im Wert von rund 20.000 Euro."

Die Spieler des Freiberger Viertligisten halten sich derzeit wie die Aktiven in anderen Sportarten individuell fit. Das tschechische Quartett der HSG sei dabei zuhause und verfolge die ständig wechselnde Lage in ihrer Heimat, erklärt Lange. Dominik Gelnar ist in Ostrava bei Freundin und Kind, Matej Harvan trainiert im Garten des elterlichen Hauses in Most. Martin Rom, der im Sommer aus Pilsen kam, ist noch krankgeschrieben, während Miros-lav Jahn, der aufgrund eines Bandscheibenvorfalls lange pausieren musste, in Louny weiter seinen Trainingsrückstand aufarbeitet.

Trotz des Stillstands basteln die HSG-Verantwortlichen an der neuen Saison und schauen nach vorn. "Kopf in den Sand gibt es nicht. Die ersten beiden Verträge für Neuzugänge sind zur Unterschrift bei den Spielern", so der HSG-Manager. Gemeinsam mit den Trainern suche man weiter nach Ergänzungen für das Team. "Wie es für alle Vereine weitergeht, wissen wir nicht. Aber dass es weitergeht, steht fest."


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