HSV-Team hält weiter zusammen

Die Volleyballer des Hennersdorfer SV werden aus der Sachsenklasse absteigen. Trotz des fehlenden sportlichen Erfolges steht ein Umbruch des Kaders nicht zur Debatte.

Hennersdorf.

Der Rechenschieber kann in der Tasche bleiben, auch der Computer wird nicht mehr helfen. Egal wie man es rechnet, dreht und wendet - der Hennersdorfer SV steht drei Spieltage vor dem Saisonende der Sachsenklasse West als Absteiger in die Bezirksliga fest. Am Samstag tragen die Männer um ihren Spielertrainer Udo Haußmann ihren vorerst letzten Heimspieltag in der Sachsenklasse aus. Ab 14 Uhr treffen sie in der Sporthalle der Heiner-Müller-Schule Eppendorf auf den Tabellensechsten 1. VV Freiberg, anschließend muss der HSV gegen die L.E. Volleys aus Leipzig (7.) ans Netz.

Der sportliche Abstieg der Hennersdorfer Truppe schmerzt natürlich. Dennoch lassen sie im Augustusburger Ortsteil den Kopf nicht hängen. "Wir haben drei Jahre in der Sachsenklasse gespielt. Darauf kann eine Mannschaft aus einem 300-Seelen-Ort mehr als stolz sein", sagt Haußmann, der wie kein anderer für den Volleyball in Hennersdorf steht. Im Alter von 14 Jahren begann er, diesen Sport regelmäßig zu betreiben und stieg nach seinem abgeschlossenen Sportstudium an der DHfK Leipzig als spielender Trainer ein. Bis heute hielt er dem HSV stets die Treue und gilt als ein Vorbild für sportliche Einsatzbereitschaft und ehrenamtliches Engagement.

Ganz bewusst habe er sich mit seinen Teamkollegen dagegen entschieden, in Form von externen Spielern sportliche Qualität dazuzuholen. "Vielleicht hätten wir so einige Siege mehr erzielt. Aber wir haben aus den Fehlern gelernt, die Mannschaften aus Nachbarorten in anderen Sportarten gemacht haben und verzichten auf diesen Weg", sagt Haußmann.

Zwar stießen mit dem 16-jährigen Nick Obendorf aus Borstendorf und Felix Walther (18) aus Augustusburg zwei junge Leute zum Team, für die trotz allen Ehrgeizes die Sachsenklasse aber noch eine Nummer zu groß war. Dabei rückte Walther aus der Nachwuchsgruppe des HSV auf, die sich regelmäßig trifft, aber nicht unter leistungsorientierten Gesichtspunkten trainiert.

Eine zweite Männermannschaft gibt es nicht, dafür mischen die Hennersdorfer Frauen im Punktspielbetrieb mit. Sie holten sich in dieser Saison in der Kreisklasse Mittelsachsenklasse Platz 2 und stehen im Halbfinale des Kreispokals.

Sicherlich waren die örtlichen Gegebenheiten in Form der vorhandenen Sporthallen auch nicht gerade sachsenklassereif. "Aber in erster Linie hingen unsere Resultate damit zusammen, dass die Gegner stark waren, wir nicht mithalten konnten und zudem von einem enormen Verletzungspech verfolgt waren", fasst Udo Haußmann zusammen. Bisher hat der HSV nur zwei Partien gewinnen können. Dennoch wird es im Verein nun nicht zum sportlichen Supergau kommen. Wie der 54-Jährige verriet, bleibt die Mannschaft zusammen und startet gemeinsam in der Bezirksliga.

Dass die Chemie in der Truppe trotz des bevorstehenden Abstiegs stimmt, zeigt auch der Plan der nächsten Wochen. Nach dem letzten Spieltag am 13. April beim SV Reudnitz in Leipzig treffen sich die HSV-Volleyballer drei Tage später zum Arbeitseinsatz an der Hennersdorfer Sporthalle. Ebenfalls im April steht ein gemeinsames Abendessen mit den Familien auf dem Plan, so Haußmann. "Ich denke, dass das klare Bekenntnisse für den HSV sind."

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