Im Anflug auf zweiten Heimsieg

Die Freiberger Oberliga-Handballer empfangen am Samstag die HG Köthen - und wollen eine unerfreuliche Serie beenden.

Freiberg.

Für Felix Lehmann standen auch an diesem Mittwoch gleich zwei Einheiten auf dem Plan. Vor dem abendlichen Training bei der HSG Freiberg leitet der angehende Pädagoge mittwochs die Handball-Arbeitsgemeinschaft an der Freiberger Körnerschule. Zehn Kinder hat der junge HSG-Spieler dort im Moment unter seinen Fittichen, um sie spielerisch an den Sport und speziell den Handball heranzuführen. Das mache zum einen sehr viel Spaß und sei zum anderen eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben, sagt Felix Lehmann.

Nachdem er vor kurzem das erste Staatsexamen abgelegt hat, beginnt im Februar sein Referendariat an der Grundschule "Theodor Körner". Zuvor will er aber dort schon als Vertretungslehrer arbeiten, erzählt Lehmann. Deutsch, Mathe und Sachunterricht stehen bei ihm als Grundschullehrer auf dem Stundenplan - "und natürlich Sport", so der junge Kreisspieler der HSG.

Die Arbeit in der AG Handball macht ihm so viel Spaß, dass er auch an seinem Geburtstag nicht daran dachte, sie ausfallen zu lassen. 23Jahre alt wurde Lehmann am Mittwoch. Gefeiert wurde aber noch nicht, schließlich hatte am Abend noch die Vorbereitung auf das nächste Heimspiel der Freiberger Oberliga-Handballer auf dem Plan gestanden. Die Party soll am Wochenende nachgeholt werden - mit der Familie, aber auch mit Mannschaft: "Und ich hoffe natürlich, dass wir am Sonnabend dann auch noch auf einen Sieg anstoßen können", sagt Felix Lehmann.

Doch mit der HG Köthen, die am 10. Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga am Samstag in Freiberg gastiert, haben die HSG-Dachse wieder an einem ganz dicken Brocken zu kauen. Im Vorjahr zogen die Freiberger gleich zweimal den Kürzeren gegen den ehemaligen Drittligisten: 26:28 in eigener Halle, 30:33 in Köthen. Im Jahr davor war es nicht anders - dem 23:24 im Dachsbau folgte auswärts ein 29:35. "Da wird es wieder mal Zeit", sagt Lehmann.

Allerdings müssten dafür im Vergleich zur Vorwoche alle wieder ein Stück zulegen. "Köthen ist eine körperlich sehr robuste Mannschaft. Wir müssen versuchen, zu unserem schnellen Spiel zurückzufinden", erklärt der 23-Jährige. In Plauen habe man im Angriff zum Teil zu langatmig agiert, was von den Gastgebern bestraft wurde. Am Ende hätten Kleinigkeiten das Spiel gegen die HSG entschieden. "Wenn wir das korrigieren, sollte es mit dem zweiten Heimsieg klappen", gibt sich der Rechtshänder zuversichtlich.

Dass Felix Lehmann wieder seinen Teil dazu leistet, davon ist nicht nur Andreas Tietze überzeugt. "Felix ist ein absolut positiver Spieler, der unheimlich wichtig für den Teamgeist ist", sagt der Freiberger Co-Trainer. Und auch auf dem Parkett habe er entscheidend dazu beigetragen, dass die HSG nach holprigem Start in die Erfolgsspur kam. Beim 25:22 bei Spitzenreiter Dresden gab Lehmann der Deckung Halt, im Spiel gegen Pirna/Heidenau (21:20) half er mit zwei blitzsauberen Toren in der entscheidende Phase mit, den ersten Heimsieg der Saison zu sichern. Seit der E-Jugend hat der 23-Jährige durchweg im HSG-Trikot gespielt. Tietze: "Felix steht wie kaum ein anderer für das Dachse-Projekt."

Mitteldeutsche Oberliga 10. Spieltag - Sa., 20 Uhr: HSG Freiberg - HG 85 Köthen (Ernst-Grube-Halle)

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