Im Eilschritt um die Innenstadt

Knapp 900 Sportler haben am Samstag bei der 27. Auflage des Freiberger Adventslaufs die Schuhe geschnürt. Im Hauptlauf schnupperte der Sieger am Streckenrekord - während den Veranstaltern tags zuvor der Atem stockte.

Freiberg.

Gute Bedingungen sind es am Samstag für die Teilnehmer am 27. Adventslauf in Freiberg gewesen. Die Thermometer zeigten Plusgrade an und die Strecke war weitestgehend trocken. "Es ist alles glatt gelaufen", sagte Philipp Leibelt vom Veranstalter Hetzdorfer SV. Einen Tag zuvor wäre diese Aussage wohl nicht möglich gewesen. Die Kälte ließ Freitag nicht nur den Regen auf den Straßen, sondern auch das Blut der Organisatoren kurz gefrieren. "Ich weiß nicht, was wir dann gemacht hätten", so Leibelt. Die steigenden Temperaturen machten die Gedanken über eine Absage schnell überflüssig - und ermöglichten gute Zeiten.

Im Hauptlauf blieb Nic Ihlow (SCDHfK Leipzig) mit 38:35 Minuten nur 24 Sekunden hinter dem Streckenrekord über zwölf Kilometer, den Vincent Hoyer 2013 für den LFV Oberholz aufgestellt hatte. Ann Kristin Fischer machte den DHfK-Doppelsieg perfekt. Mit 47:09 min verbesserte sie ihre Vorjahreszeit, die damals zu Platz 2 reichte, um 27Sekunden.

Dagegen hatte sich Marco Hofmann (SV Einheit Bräunsdorf) etwas mehr ausgerechnet. "Eigentlich wollte ich an meine Zeit von 2014 anknüpfen", sagte er. Damals lief er in knapp unter 42 Minuten auf Platz2. Diesmal stand für ihn Platz 8 (43:43 min) zu Buche. Zu Beginn des Rennens bildete er mit André Fischer (Citylauf-Verein Dresden/4. Platz) und Stefan Seidel (SG Adelsberg) eine Dreiergruppe, musste dann jedoch etwas abreißen lassen. "Keine Ahnung, woran es lag", so Hofmann. "Es ging halt einfach nicht." Den Lauf habe er aber bereits abgehakt. Zumal er die besondere Atmosphäre bei der Strecke um die Innenstadt und den Freiberger Christmarkt erneut genossen hat: "Es ist ein schöner Winterlauf, bei dem ich gern dabei bin."

Freuen konnte er sich über das Ergebnis von seiner Vereinskameradin Aline Kresse (Einheit Bräunsdorf), die Hofmann trainiert. In 22:59 min verbesserte sie nicht nur ihre Vorjahreszeit im Volkslauf über sechs Kilometer um genau eine Minute, sondern sie war auch die schnellste Frau im Feld. "Generell hat sie im Training noch mal einen Schritt nach vorn gemacht", so Hofmann. Zwar wäre sie gern eine weitere Minute schneller gewesen, doch "vielleicht hat dazu auch eine starke Konkurrentin gefehlt". Die Zweitplatzierte Katrin Rippin distanzierte sie um fast vier Minuten. Bei den Männern gewann Julian Gering (LG Vogtland) den Volkslauf in einer Zeit von 18:34 min.

Schnelle Zeiten und gute Laune gab es auch bei der Staffel über viermal drei Kilometer. Am schnellsten war ein Team aus Läufern des SC DHfK Leipzig und des Dresdner SC. Die zwölf Kilometer absolvierten sie in 37:12min. "Wir sind schon so was wie Stammgäste und genießen die Abwechslung zum Training in der schönen Kulisse", sagte der Leipziger Felix Rüger. Sein Dresdener Kollege Jonathan Schmidt pflichtete ihm bei: "Die letzten Meter sind die schönsten." Dabei bezog sich der Schlussläufer nicht nur auf den souveränen Zieleinlauf, sondern auch auf den Christmarkt und die vielen Zuschauer. Die Siegerstaffel komplettierten Jan Riedel (DSC) sowie Nic Ihlow, der sowohl die Staffel als auch den Hauptlauf absolvierte.

Nach der erfolgreichen Veranstaltung werden sich nicht nur die Läufer, sondern auch das Organisationsteam des Hetzdorfer SV etwas ausruhen. Laut Philipp Leibelt gibt es zunächst eine Auswertung der Veranstaltung von Samstag. Erste Gespräche über eine 28. Auflage finden in zwei bis drei Monaten statt.

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