Im Trikot der Veilchen auf Weitenjagd

Die Geringswalder Leichtathletin Manuela Hammer startet seit dem vergangenem Jahr für Erzgebirge Aue. Etwas Schuld daran hat auch ihr Sohn.

Geringswalde.

In den kommenden Wochen hat Manuela Hammer etwas Ruhe vor Leichtathletik-Wettkämpfen. "Und das ist auch ganz gut so, denn somit kann ich meiner angeschlagenen Ferse etwas Erholung gönnen", sagt die 52-Jährige, die in einem Geringswalder Unternehmen arbeitet, das Maschinenmesser herstellt. Erst Mitte Juli will sie bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Leinefelde-Worbis wieder angreifen.

"Vielleicht werde ich dort einige Disziplinen absolvieren", sagt die Geringswalderin, die im vergangenen Jahr einen ungewöhnlichen Weg gegangen ist. Obwohl sie weiter in ihrer Heimatstadt wohnt und trainiert, startet sie seit 2018 für die Leichtathletik-Abteilung des FC Erzgebirge Aue. "Die Mädels dort waren schon lange hinter mir hier", sagt sie. Denn gesucht wurde eine gute Kugelstoßerin für die Mehrkampf-Wettbewerbe mit dem Team. Anfangs habe sich die 52-Jährige, die vorher für den LWV Geringswalde an den Start gegangen ist, noch geziert. "Doch am Ende hatte mich sogar mein Sohn bequatscht", sagt sie schmunzelnd. "Alexander ist Fan der Auer Fußballer. Da konnte ich dann nicht mehr ablehnen." Im Erzgebirgsstadion hat sie allerdings noch kein Spiel der "Veilchen" besucht. "Und das Leichtathletik-Training ist ja dort nicht mehr möglich, nachdem das Stadion umgebaut wurde. Meine Vereinskameradinnen müssen für die Einheiten sogar nach Schwarzenberg ausweichen."

Da hat es die Geringswalderin besser. Sie ist nach wie vor Mitglied beim LWV und kann somit die Kleinsportanlage am Klosterbach als Trainingsstätte nutzen. "Die Frauen aus Aue sehe ich eigentlich nur zu den Team-Wettkämpfen." Gut ein Dutzend Frauen gehören zur dortigen Trainingsgruppe. Dennoch sei der Wechsel ins Erzgebirge eine gute Entscheidung gewesen. "Ich starte nun nicht mehr allein und wir puschen und gegenseitig zu guten Leistungen."

So auch vor einigen Wochen, als Manuela Hammer in Pirna gleich drei Landesmeistertitel in ihrer Altersklasse gewann. Sie siegte im Kugelstoßen sowie im Speer- und Diskuswerfen. "Das war ein schöner Wettkampf. Nicht nur aufgrund der Medaillen, sondern auch wegen des Sommerwetters."

Bereits mit sieben Jahren kam die Geringswalderin durch ihren Vater Dieter Hammer zur Leichtathletik. Inzwischen hat sie sich auf die Wurfdisziplinen konzentriert. "Es könnte aber sein, dass ich demnächst noch einmal mit dem Laufen anfange, um dem Team auch bei anderen Disziplinen zu helfen - gerade bei Staffelwettbewerben."

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