In Ungarn bis ins Viertelfinale gekämpft

Karate: Michelle Süß bei Europameisterschaft zweimal erfolgreich

Rochlitz.

Die Stadt Budapest bleibt für die junge Karate-Kämpferin Michelle Süß ein gutes Pflaster. Nachdem sie im vergangenen Jahr in Ungarn ihr Ticket für die Junioren-Weltmeisterschaft in Chile gelöst hatte, verlief auch ihr Europameisterschaftsdebüt an der Donau vielversprechend: Sie gewann zwei Kämpfe und verpasste das Halbfinale nur knapp.

"Bei einer Europameisterschaft ist jeder Kampf wie ein Finale und mit zwei gewonnen Duellen bin ich völlig zufrieden mit mir," meinte die 18-jährige Chemnitzerin, die am Rochlitzer Stützpunkt trainiert und in der Altersklasse U 21 antritt. Erst in der vergangenen Woche war sie vom Verband nachnominiert worden. "So eine Gelegenheit und Chance kommt nicht oft und ich hatte Gänsehaut. Die Atmosphäre bei einer WM oder EM ist so einzigartig und spornt mich an."

Ihre erste Gegnerin aus Wales bezwang sie mit 1:0. Dabei ging sie durch eine Kontertechnik in Führung und ließ dann ihre Kontrahentin nicht mehr angreifen. In der 2.Runde traf sie auf eine Spanierin, die im vergangenen Jahr zwei große Weltranglistenturniere als Erste und Dritte abschloss. Die Chemnitzerin agierte vorsichtig, gewann aber auch diesen Kampf mit 1:0. In der Runde der besten acht traf die Gymnasiastin nun auf eine Türkin und konnte an ihre gute Form der Vorkämpfe anknüpfen. Hier hatte ihre Gegnerin aber das bessere Ende für sich. Da diese aber das Finale verlor, blieb Michelle Süß die Trostrunde mit der Chance auf Bronze verwehrt. Bevor nun am 7. März die Deutsche Meisterschaft ansteht, muss sie in den Ferien für das Abitur lernen. (zio)

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