Jugend forscht nicht nur auf dem Platz

Die Fußballer aus Geringswalde haben am Wochenende ein kleines Trainingslager bestritten. Es war zugleich der Einstand des neuen Übungsleiters.

Geringswalde.

Das Ergebnis des Testspiels bei Medizin Zschadraß ist Kevin Müller am Ende egal gewesen. "Wichtig ist, dass alle meine Jungs erstmals seit der Corona-Pause wieder Spielpraxis gesammelt haben", sagte der neue Trainer des Fußball-Mittelsachsenligisten SV Geringswalde/Schweikershain, nach der 1:2-Niederlage beim Kreisligisten aus dem Muldental.

Gegen die mit einigen erfahrenen Akteuren verstärkten Gastgeber traf Jesse Walter nach zehn Minuten zur zwischenzeitlichen Führung. Zur Pause wechselte Müller munter durch. "Die Jungs hatten mit Sicherheit schwere Beine." Der 22-Jährige baute das Testspiel in ein Trainingslager ein, das die Mannschaft auf dem heimischen Gelände absolvierte. "Wir haben am Freitag eine harte Einheit auf dem Leichtathletikplatz bestritten, am Samstagvormittag dann Techniktraining." Selbst die Anreise zum Test war sportlich: Für die gut elf Kilometer in den Landkreis Leipzig stiegen die Spieler des Mittelsachsenligisten, der beim Abbruch der Saison 2019/20 als Aufsteiger auf Platz11 stand (16 Punkte), aufs Fahrrad. "Da waren knackige Anstiege dabei", so der Coach. Zurück nach Geringswalde trat das Team wieder in die Pedale. Ein Grillabend und eine Einheit am Sonntag rundeten das Trainingslager ab.

Es sollte vor allem dazu dienen, die jungen Spieler zu integrieren. Mit Luca Rudolph, Rene Pasurek, Max Mehnert, Gino Rausch, Niklas Köpping, Tom Liebers und Robby Möller rücken gleich sieben Spieler aus dem eigenen Nachwuchs auf. Dazu kommt Lukas Gerlach, der vom HFC Colditz wechselte und zuvor ebenfalls schon unter Kevin Müller bei den Geringswalder A-Junioren aufgelaufen ist. Außerdem holten die Geringswalder Justin Ulbricht von Union Milkau.

Dagegen haben nur zwei Spieler den Verein verlassen: Pierre Höthe ging aus beruflichen Gründen, Paul Köhler versucht sein Glück im Landesklasse-Team des HFC Colditz. "Wir sind mit 24 Spielern im Kader gut aufgestellt. Aber jetzt schon ein Saisonziel zu formulieren, wäre zu früh", sagt Kevin Müller, der beruflich bei einem Stromnetzbetreiber arbeitet.

Er selbst bildet in dieser Saison mit seinem Vorgänger Dirk Vogel das Trainergespann an der Seitenlinie. "Dirk wollte etwas kürzertreten", erklärt Mannschaftsleiter Andreas Mehnert. "Und mit Kevin haben wir einen sehr akribischen Trainer, der aus dem eigenen Nachwuchs kommt." Müller trainierte zuvor sechs Jahre lang die Geringswalder Junioren, daher sind ihm viele Spieler bereits bekannt.

Auf den Heimvorteil muss seine Mannschaft in den kommenden Monaten aber verzichten. Aufgrund der umfangreichen Sanierungsarbeiten auf dem heimischen Waldsportplatz werden die Geringswalder für ihre Heimspiele umziehen und diese in Zettlitz austragen. "Das wird wohl mindestens bis zum Frühjahr so bleiben", schätzt Mehnert. Am kommenden Wochenende wollen die Fußballer kräftig mithelfen. "Am Sonnabend treffen wir uns zum Arbeitseinsatz, am Sonntag steht das nächste Testspiel an", sagt Kevin Müller. Dann geht es für sein Team zum Kreisligisten SpG Waldheim/Hartha II.

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