Junge Athleten mit Punktlandung

Die Leichtathleten der Region sind erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Sowohl beim LAC-Meeting als auch bei der regionalen Hallenmeisterschaft gab es jede Menge Medaillen.

Freiberg/Brand-Erbisdorf.

Mittelsachsens junge Leichtathleten haben die ersten Wettkämpfe des neuen Jahres hinter sich gebracht. Im Sportforum Chemnitz waren sie beim Jugendhallenmeeting des LAC Chemnitz erfolgreich auf der Jagd nach Metern und Sekunden, und auch bei auch der regionalen Hallenmeisterschaft der Altersklassen U 14 und U12 konnten die Aktiven aus Freiberg, Brand-Erbisdorf und Weißenborn Medaillen sammeln.

Eine goldene Plakette gab es dabei am Samstag nicht zu bejubeln, aber Samira Beyer (Freiberger PSV) und Alexander Grobitzsch (TVL Freiberg) schafften im starken Feld - auch Sportler aus Thüringen und Tschechien waren im Sportforum am Start - zumindest den Sprung aufs Podest. Beyer sprintete in der AK U18 mit 27,11 Sekunden über 200 Meter auf Rang 3, Grobitzsch gewann im Kugelstoßen der AK 14 ebenfalls Bronze (7,88 m). Pech hat-te Jennifer Ihl im Weitsprung: Der TVL-Athletin fehlten im Weitsprung der Frauen mit 5,32Metern sechs Zentimeter zu Platz 3, sie wurde am Ende Fünfte.

Sebastian Niendorf und Arvid Wolf wird ihr Weitsprungwettbewerb sicher lange in Erinnerung bleiben: Die beiden 18-jährigen FPSV-Athleten standen in einer Reihe mit Dreisprung-Europameister Max Heß, der sich mit 7,83 m gewann. Niendorf wurde mit 6,29 m Fünfter, für Wolf (6,18 m) stand am Ende Rang 7 zu Buche. Ihre Teamkollegin Kasja Wolf lief über 60 m Hürden persönliche Bestleistung (10,40 s) und wurde in ihrem Lauf Fünfte. Lena Spinde schaffte es im Kugelstoßen mit 10,63 m auf Rang 6.

Bei den Regionalmeisterschaften am Sonntag gab es dann Medaillen in allen Farben für die jungen Aktiven aus dem Kreis. Jessica Lehmann (FPSV) sprintete im 60-Meter-Lauf der AK 13 in 8,42 Sekunden zu Gold, über die Hürden gab es Silber für sie (10,35 s). Zusammen mit Anna Selcuktekin, Lena Schröher sowie mit Sarah Tilch vom TSV gewann sie zudem Bronze mit der 4 x 100-m-Staffel. "In den Jugendbereichen ist das nicht ungewöhnlich, dass Aktive aus verschiedenen Vereinen gemeinsam auf die Bahn gehen", erklärt Fred Zimmermann, Trainer beim Freiberger PSV. Für Sarah Tilch ist es ohnehin angenehmer, mit ihren Teamkolleginnen zu laufen "als gegen sie", sagt die 13-jährige TVL-Sprinterin schmunzelnd. Ganz zufrieden war sie mit Staffelbronze zwar nicht - aber im Weitsprung konnte sie sich mit 4,31 m immerhin noch Silber sichern.

Silber gab es auch für die Staffel der Startgemeinschaft Freiberg/ Brand-Erbisdorf: Isabell Wenzel, Sissy Trommler, Nelly Herold und Josefine Stange liefen in 56,39 s als Zweite ins Ziel und mussten nur dem LAC Chemnitz den Vortritt lassen. In der AK 11 sprinteten Enna Opitz, Clea Lorenz, Annika Mai und Johanna Grämer) über 4 x 50 m in 30,59 s ebenfalls auf Platz 2.

Johanna Grämer (FPSV) durfte sich zudem über Gold auf der 60-m-Hürden-Strecke freuen, die sie mit persönlicher Bestzeit (10,69 s) dominierte. Ihren Medaillensatz komplettierte die Elfjährige mit Bronze im Weitsprung (4,10 m) und über die 50m (7,70 s). Jolina Neubert lief über 800 m auf Platz 2, während Anna Guhl in der AK 10 mit großem Vorsprung das Weitspringen gewann und erstmals die Vier-Meter-Marke übertraf (4,08 m).

Die Sportlerinnen aus Brand-Erbisdorf durften noch Gold im Hochsprung der AK 13 mit 1,42 m durch Franziska Berndt sowie Bronze mit 1,25 m von Suki Pfeiffer (AK 12) bejubeln. Sissy Trommler (AK 12) steuerte über 60 m in 8,85 s Bronze bei, ebenso wie Noel Kaden vom TVL Freiberg in 8,76 s.

Trotz der erfolgreichen Hallenauftritte kann es - zumindest wenn es nach Anna Selcuktekin geht, auch bald wieder nach draußen gehen. "Die Luft in der Halle ist komplett anders." Das merke man vor allem auf den 800 Metern, wenn der Sauerstoff, früher als gedacht, knapp wird, so die 13-Jährige vom Freiberger PSV. Trainer Fred Zimmermann ist da etwas anderer Meinung. "Ich bin immer gern in der Halle gelaufen, da eine Runde dort nur 200 Meter lang ist." Die Strecke bleibe zwar gleich, aber kürzere Runden seien ein psychologischer Vorteil, sagt der 37-Jährige. Eigentlich trainiert Zimmermann beim FPSV die Sportler der Altersklassen U 16 und U 18, war aber am Wochenende bei den Jüngeren eingesprungen. Zufrieden mit den Leistungen seiner Athleten war er allemal: "Wichtig ist, dass alle Spaß haben. Wenn dann auch noch die Leistung stimmt, ist das optimal." (mit fac/scsu/sj)

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