Junge Clausnitzer verpassen knapp den großen Coup

Die D-Junioren des SV Clausnitz haben bei den Hallenkreismeisterschaften in Frankenberg Silber gewonnen. Und in einer Sache waren sie dem Sieger aus Mittweida voraus.

Frankenberg.

Der Jubel im Frankenberger Sportzentrum war groß, als die letzte Sekunde auf der Hallenuhr ablief, das Signal zum Spielende durch in der Halle ertönte und das D-Jugend-Team des SV Germania Mittweida den Kreismeistertitel sicher hatte. Auf dem Spielfeld und auf den Zuschauerrängen lagen sich die Mittweidaer in den Armen. Die richtige Feier wurde aber verschoben, denn der erste Weg nach Abpfiff führte zu den Spielern des SV Clausnitz. Wie schon vor Beginn des Spiels wurde sich die Hand gereicht und auch dem Zweitplatzierten Respekt gezollt. "Es ist schön zu sehen, wie fair die Jungs zur Sache gehen", freute sich Ringo Gründel, der Vorsitzende des Jugendspielausschusses beim Kreisverband Fußball Mittelsachsen (KVF).

Mit dem 3:0-Sieg gegen den SV Clausnitz verteidigte der Germania-Nachwuchs seinen Titel aus dem Vorjahr. Die Clausnitzer haben zwar das Finale verloren, waren den Mittweidaern anschließend aber zahlenmäßig überlegen: Sie stellten mit Torwart Toby Schuster und Alwin Beyer gleich zwei Spieler für die Turnierauswahl. Zu dieser gehörten zudem Nils Morgenstern vom SV Lichtenberg, Davina Graf von der SpG Göritzhain/Lunzenau und Sammy Langer von Mittweida. Das Clausnitzer Trainerduo Jan und Jörg Sandig war trotz der 0:3-Finalniederlage keinesfalls enttäuscht. "Wir sind hoch zufrieden mit unserer Leistung", sagte Jan Sandig. "Ziel war, besser abzuschneiden als im vergangenen Jahr, als wir Siebter wurden."

Mit Platz 2 bewiesen die Clausnitzer, die in der Kreisklasse alle ihre neun Hinrundenspiele gewannen, dass sie auch mit den Teams aus der Kreisliga mithalten können. Dritter wurde der Nachwuchs des SV Lichtenberg, der sich im Spiel um Platz 3 mit 4:0 gegen den TSV Großwaltersdorf/Eppendorf durchsetzte. Die zweite Mannschaft des SV Fortuna Langenau wurde Achter.

Gegen die Mittweidaer war wie im Vorjahr kein Kraut gewachsen. Einzig beim 1:1 gegen den TV Vater Jahn Burgstädt ließen die Schützlinge von Thomas Meese zwei Punkte in der Gruppenphase liegen. "Der Turniersieg ist nicht selbstverständlich. Wir hatten vier Spieler aus dem jungen sowie vier Spieler aus dem alten Jahrgang dabei", sagte Meese, der vor allem den Teamgeist seiner Truppe lobte. Dieser habe am Ende den Unterschied gemacht.

Bei den E-Junioren, die bereits am Samstagvormittag ihren Kreismeister krönten, gewannen die Kicker des SV Wacker Auerswalde das Finale gegen den FSV Motor Brand-Erbisdorf mit 3:1. Bronze gewann der TuS Großschirma. Bei den F-Junioren gab es Medaillen für alle teilnehmenden Mannschaften, da das Fairplay-Format im Vordergrund stand. "Es geht dabei nicht nur darum, wer gewinnt und wer verliert, sondern um die individuelle Entwicklung der ganz Kleinen", sagte Ringo Gründel. Eine weitere positive Entwicklung sieht der KVF-Funktionär auch im Handeln der Trainer und Zuschauer. "Es wird nicht mehr alles zu ernst genommen. Der Umgang miteinander hat sich in den vergangen Jahren deutlich verbessert."

Kritik gab es aber auch: Der BSC Freiberg und der SV Barkas Frankenberg haben keine Nachwuchsteams für die Hallenkreismeisterschaften gemeldet. Gründe dafür waren unter anderem der Zeitpunkt (eine Woche nach Punktspielende) und die vorgegebenen Stammspielerregelung. "Wir haben unsere Kritik mehrfach beim KVF sachlich geäußert. Da aber keine Änderungen in Sicht sind, haben wir uns entschieden, bei der derzeitigen Turnierform nicht mehr an den Start zu gehen", erklärte Danny Siegel, der zweite Jugendleiter von Barkas.

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