Junge Damen voller Vorfreude

Für die Frankenberger Tanzgruppen der Dancing Sox steht mit dem Deutschland-Cup der Saisonhöhepunkt an. Beim Bundesfinale sind die Mittelsachsen inzwischen Stammgast.

Frankenberg.

Martina Funke will am Freitag schon früh zum Deutschland-Cup im DTB-Dance ins mehr als 500 Kilometer entfernte Witten aufbrechen. "Schließlich könnten die Autobahnen voll werden und vor der Stellprobe hätte ich gern etwas Zeit", sagt die Trainerin der beiden Frankenberger Tanzgruppen "Dancing Sox", die beim SV Turbine eine eigene Abteilung haben.

Die 54-jährige Übungsleiterin kennt die Gegebenheiten in Witten, einer Kleinstadt am Rande des Ruhrgebiets südwestlich von Dortmund, schon. "Dort hat vor sechs Jahren unsere Dancing-Sox-Jugendgruppe eine kleine Serie gestartet", sagt sie schmunzelnd. Damals waren die Junioren das erste Mal beim Deutschland-Finale zu Gast -und seitdem ununterbrochen dabei. "Die Höhepunkte waren sicherlich der 4. Platz beim Heimspiel in Frankenberg vor zwei Jahren sowie die Teilnahme beim Deutschland-Cup im vergangenen Jahr, als dieser im Rahmen des Internationalen Turnfests in Berlin ausgetragen wurde", sagt Martina Funke, die von ihrer Co-Trainerin Katja Enderlein unterstützt wird. Die Tänzer sind dem Deutschen Turnerbund angegliedert und gehören zur Sparte der Rhythmischen Sportgymnastik.

Ihre Junioren qualifizierten sich - wie die Erwachsenengruppe auch - als sächsischer Landesmeister beim Tag des Tanzes in Frankenberg im Mai für das Bundesfinale, bei dem sich die Sieger der einzelnen Bundesländer noch einmal messen. Hinzu kommen noch die Teams eigener Verbände, wie zum Beispiel Mittelrhein oder der Pfalz. "In beiden Altersklassen werden jeweils 20Gruppen ihr Können aufbieten", sagt Martina Funke, die Lehrerin am Frankenberger Gymnasium ist. Dreieinhalb Minuten hat jede Gruppe Zeit, die Jurymitglieder zu überzeugen. "Dabei sind -ähnlich wie beim Eiskunstlauf -Elemente vorgegeben, die in die Choreografie integriert werden müssen", sagt die Trainerin. "Einige Vereine leisten sich sogar eigene Choreografen, wir entwickeln unsere Vorträge immer selbst."

Sollten ihre beiden Gruppen beim Vorkampf am Sonnabend auf Anhieb unter die besten Vier kommen, hätten sie das Ticket für das Finale am Sonntag bereits gelöst. Ansonsten gibt noch ein Zwischenfinale, wo die jeweils Fünft- bis Zwölftplatzierten noch um vier weitere Startplätze tanzen. "Die Teilnahme am Finale wäre wieder schön", sagt Martina Funke. Einmal schaffte es einer ihrer Gruppe sogar auf das Podium. Die Erwachsenen schafften beim Heimspiel 2016 den Sprung auf Platz 3. "Wenn wir das irgendwann einmal wiederholen könnten, wäre das natürlich super."

Generell ist sie froh, dass die Erwachsenen noch so eifrig dabei sind. "Einige Mädels haben schon Kinder, wodurch mehr Disziplin und Organisation notwendig ist", sagt sie. Beide Gruppen seien zwar gut aufeinander abgestimmt und seit Jahren ein Team, doch das Einstudieren der neuen Choreografien braucht immer Zeit. "Die Erwachsenen, bei denen acht Tänzerinnen und zwei Ersatzleute dabei sind, begeben sich diesmal auf die Suche nach einer neuen Erde und widmen sich dabei auch dem Thema Umweltverschmutzung", sagt die Trainerin. Die Juniorengruppe mit einem Dutzend Tänzerinnen kauft während ihrer Darbietung im Supermarkt ein.

Die Abteilung der "Dancing Sox" hat derzeit 25 Mitglieder, die nahezu alle aktiv sind. "Für Neulinge ist es meist schwer, denn es braucht Zeit, bis sie an das Niveau herangeführt worden sind." Im Internet sind die Wettkämpfe in Witten am Samstag und Sonntag jeweils ab 9 Uhr zu sehen. www.sportdeutschland.tv

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