Junge Kicker trainieren im Feriencamp der "Roten Bullen"

60 Kinder und Jugendliche haben in Rochlitz am Fußballcamp von RB Leipzig teilgenommen. Eine Trainingseinheit leitete sogar ein ehemaliger Bundes- liga-Torhüter.

Rochlitz.

Im Vater-Jahn-Stadion in Rochlitz ist man es gewohnt, junge Fußballer in den Farben Rot und Weiß spielen zu sehen. In der vergangenen Woche liefen aber ungewöhnlich viele Spieler mit dem Namen eines anderen Vereins auf dem Rücken auf: Denn die Fußballschule von RB Leipzig gastierte in Rochlitz - und hat eine Woche lang reichlich Abwechslung für Nachwuchsspieler geboten.

"Wir haben ein Team von Juniorentrainern und Studenten zusammengestellt, um den Kindern eine schöne Woche zu gestalten", sagt der Leiter der Leipziger Fußballschule, Ingo Hertzsch. Das Ziel sei, die Kinder etwas an den Verein Rasenballsport heranzuführen. "Aber in erster Linie sollen sie Spaß am Fußballspiel haben." Nach dem Prinzip wurde das Wochenprogramm erstellt. Täglich gab es unterschiedliche Trainingsstationen in Form von kleinen Spielen. "Wir haben viele Turniere veranstaltet. Die sind sehr beliebt bei den Jungs", so Hertzsch.

Insgesamt waren 60 junge Kicker zwischen 6 und 13Jahren im Trainingscamp dabei. Alle erhielten Trinkflaschen und Trainingsbekleidung der Fußballschule, die sie auch vom Leipziger Maskottchen Bulli unterschreiben lassen konnten. Zudem konnten alle Camp-Teilnehmer das RBL-Fußballabzeichen erwerben. Jonglieren, Zielschießen und Dribbling waren Teil der Aufgaben, die später zum Abzeichen in Bronze, Silber und Gold führten. Höhepunkt war eine Trainingseinheit mit Ex-Bundesliga-Keeper Perry Bräutigam (1. FC Nürnberg, Hansa Rostock).

Viermal im Jahr findet das Fußballcamp von RB Leipzig statt. "Immer in den Ferienzeiten im Winter, zu Ostern sowie im Sommer und im Herbst", erklärt Hertzsch. Rochlitz habe alle Voraussetzungen für die Veranstaltung erfüllt. "Sie haben einen großen Platz, mehrere kleine Tore, einen Sanitärbereich und einen Ort zum Essen für die Kinder", so der 42-Jährige. Denn die Leipziger organisierten auch Mittagessen, Getränke und Snacks. Vertreter der RB-Scouting-Abteilung waren ebenfalls vor Ort. "Für unsere Nachwuchskader schauen wir uns natürlich überall um", so Hertzsch. RB Leipzig hat derzeit 13 Juniorenteams von der U8 bis zur U 19.

Seit 2015 ist Ingo Hertzsch im Bereich Corporate Social Responsibilty (Soziale Verantwortung eines Unternehmens) bei der RB-Fußballschule tätig. Der frühere Bundesliga-Profi (Hamburger SV, Kaiserslautern, Augsburg) startete seine Karriere beim Callenberger SV und lief später im Trikot des Chemnitzer FC auf. Seine Karriere beendete er 2011 bei RB Leipzig und durchlief dort anschließend mehrere Stationen, bis er im CSR-Bereich seinen Platz fand. "Hier geht es hauptsächlich um soziales Engagement und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen", sagt der gebürtige Meeraner. Gerade arbeitet er an einem Konzept, das die Barrierefreiheit in der Red-Bull-Arena verbessern soll.

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