Kanuten feiern Teilnehmerrekord

Während Hitze und Dürre in den letzten Wochen zum Problem wurden, hat der KSV Flöha vor seinen Vereinsmeisterschaften mit zu viel Wasser gekämpft. Ein Rundruf rettete die Kanu-Wettbewerbe.

Flöha.

Während insbesondere in den Mannschafts-Ballsportarten die Saison gerade anläuft, befinden sich die Kanurennsportler bereits auf der Zielgeraden. Allerdings werden die Boote noch bei einigen Regatten zu Wasser gelassen, bevor sie tatsächlich winterfest gemacht werden.

So stechen die Aktiven des Kanusportvereins Flöha Mitte September bei der großen internationalen Regatta in Hof in See. "Dort wollen wir mit einer großen Mannschaft von rund 30 Sportlern an den Start gehen und rechnen uns durchaus Chancen auf einige Podestplätze aus", sagt KSV-Chef Christian Rößler. Eine Woche später sind die Vereinsmitglieder am 22. September bei der traditionellen Herbstregatta des KSV gefordert. "Am letzten Septemberwochenende bestreiten wir bei der Langstreckenregatta in Lauenhain unser diesjähriges Wettkampffinale", so Rößler.

Dass die Sportlerinnen und Sportler des KSV derzeit gut unterwegs sind, haben sie auch bei ihrer Vereinsmeisterschaft demonstriert. Dabei standen auf der Zschopau am Wehr in Plaue ausnahmslos Sprintrennen über 100 Meter im Einerkajak (K 1), Zweierkajak (K 2) sowie in der Staffel auf dem Programm. Die Staffel stellte eine besondere Herausforderung dar. Drei Aktive bildeten ein Team und mussten sich wie in der Leichtathletik einen Stab übergeben. Erst dann durfte der nächste Kanut mit seinem Boot starten. Nicht immer funktionierte die Übergabe reibungslos, der Spaß kam dennoch nicht zu kurz. Zudem veranstalteten die KSV-Sportler einen Kanu-Biathlon. An Land wurde mit einem Lasergewehr auf eine Zielscheibe geschossen. Die Ringzahl sowie die Fahrzeit im K 1 ergaben die Gesamtwertung.

"Mit dem Verlauf unserer Vereinsmeisterschaft bin ich sehr zufrieden. 35 Starter bedeuteten zugleich einen Teilnehmerrekord", freut sich Rößler. Die Austragung stand jedoch auf der Kippe. Durch die extremen Regenfälle im Erzgebirge war der Wasserstand der Zschopau stark angestiegen. Treibgut hatte zum Beispiel die Markierungsbojen weggerissen. Bei einem Sport in der Natur könne so etwas passieren, sagt Rößler, "aber kritisch wird es, wenn so ein Ereignis 24Stunden vor dem Wettkampfbeginn eintritt". Er startete sofort einen Rundruf und wurde erhört: "In einer beispiellosen Aktion haben rund 20 Eltern und Trainer die Schäden repariert, sodass die Wettkämpfe planmäßig stattfinden konnten."

Nach der Vereinsmeisterschaft trafen sich Sportler, Trainer, Funktionäre und Sponsoren zu einer gemeinsamen Runde. Schließlich feiert der Verein in diesem Jahr sein 90-Jähriges Bestehen. Unter den geladenen Gästen befand sich auch Flöhas Ex-Oberbürgermeister Friedrich Schlosser. "Er hat sich in seiner Amtszeit immer sehr für uns eingesetzt", sagt Rößler. Ohnehin sei die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung seit Jahren sehr angenehm und zielführend. "Ich denke in diesem Zusammenhang unter anderem an die Sanierung des Bootshauses", so Rößler. In seiner Ansprache würdigte er auch die Erfolge des Vereins. So wurde Anita Nüßner bei der Olympiade 1968 Sechste, Anne Knorr holte sich 2011 im K 2 über 1000 m den WM-Titel. Und neue Talente sind schon in Sicht. Mit Nils Neumann und Franz Krones wechseln zwei Nachwuchsathleten vom KSV an die Sportschule Dresden.

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