Kegler drehen zuhause auf

Die Teams aus Freiberg und Brand-Erbisdorf haben sich in der 2. Bundesliga voller Schwung auf den Bahnen gezeigt. Beide gewannen die letzten Heimspiele ihrer Saison eindrucksvoll.

Freiberg/Brand Erbisdorf.

Für die Kegelteams der Region ist in der 2. Bundesliga Schluss - zumindest was die Auftritte auf den heimischen Bahnen betrifft. Die Herren des ATSV Freiberg und die Damen des SSV Brand-Erbisdorf treten nun nur noch auswärts an und ließen es sich nicht nehmen, vor ihren Anhängern überzeugende Auftritte hinzulegen.

Die Freiberger empfingen den SV Motor Mickten aus Dresden und setzten sich mit 7:1 (3492:3253) durch. Dabei ließen sie keine Zweifen aufkommen, wer die Bahnen als Sieger verlässt. Gegen die Dresdner Startoffensive um den Führenden in der Einzelwertung, Michael Ziegert, setzte sich Ingolf Stein hervorragend zur Wehr und erspielte mit 606 Kegeln den ersten 600er-Wert des Tages. Da sich auch Andreas Göthling gegen Stefan Hey durchsetzte, ging Freiberg mit einer 2:0-Führung in den zweiten Durchgang. Hier fügte sich Ersatzspieler Heiko Wüstling, welcher für Robert Mehlhorn ins Team gerückt war, hervorragend ins Spiel der Mannschaft ein und sorgte mit seinem 3:1-Erfolg über Marcel Weist bereits für den dritten Mannschaftspunkt.

Dass es bei Olaf Lange an diesem Tag nicht so richtig klappen wollte, fiel dabei gar nicht weiter ins Gewicht. Er wurde nach 50 Wurf durch Matthias Engler ersetzt, welcher mit zwei richtig guten Bahnen fast noch für die Wende sorgte. Beim Stand von 2:2 gegen Oliver Gnepper fehlten hier am Ende nur 13 Kegel. Dass es nach diesem Punktverlust im abschließenden Durchgang noch mal eng werden könnte, glaubte beim Stand von 3:1 und 88 Kegeln Vorsprung indes niemand mehr. Das Freiberger Schlussduo um Kapitän Michael Hahn und Michael Zimmer spielte dann auch gewohnt zuverlässig und fuhr die Mannschaftspunkte vier und fünf ein. Mit 3492Gesamtkegeln blieben die ATSV-Männer nur knapp unter der diesjährigen Heimbestleistung von 3513 Zählern.

Tabellarisch hat sich indes nicht viel getan für die Freiberger. Hinter dem nun feststehendem Meister Markranstädt und der Mannschaft des SV Wernburg sind die Freiberger weiterhin Dritter. Die Entscheidung über die endgültige Platzierung fällt allerdings erst am letzten Spieltag im direkten Duell mit Wernburg.

Die Damen des SSV Brand-Erbisdorf haben dem Spitzenreiter in der 2. Bundesliga Nord/Ost in ihrem letzten Heimspiel bezwungen. Mit 6:2 (3228:3113) zeigten die Branderinnen auch einen starken Auftritt. Marlies Wurscher (532) fuhr im ersten Durchgang den Mannschaftspunkt für die Branderinnen ein, Rica Ulbrichts 527 Zähler waren gegen die stärkste Schafstädterin nicht genug. "Im Mittelpaar hat Alexandra Weinhold mit 546 Kegeln positiv überrascht und einen weiteren Mannschaftspunkt für uns geholt", sagte Ulbricht. Susann Augustin wurde auf der letzten Bahn durch Christina Reuter ersetzt, was aber nicht entscheidend für das Spiel war. Vor dem Finale stand es nach Mannschaftspunkten unentschieden, mit leichtem Vorteil von 32Kegeln für die Gäste. "Schafstädt setzte gegen unser starkes Schlusspaar zwei Spielerinnen ein, die mit uns überhaupt nicht Schritt halten konnten", sagte Rica Ulbricht. So war relativ schnell klar, dass es am Sieg des SSV` nichts mehr zu rütteln gab. Katrin Heutehaus erzielte mit 588 Kegeln den Liga-Bestwert des gesamten Spieltags und brachte zusammen mit Maike Weinhold (533) den Erfolg am Ende sicher unter Dach und Fach.

Am kommenden Wochenende reisen die SSV-Damen als aktueller Tabellendritter zu ihrem letzten Punktspiel der Saison nach Brandenburg. Es geht zum ESV Lok Elsterwerda. (mit miha/uc)

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