Kein Spaziergang zum Advent

In der Fußball-Mittelsachsenliga steigt der letzte Spieltag vor der Winterpause. Dabei stehen noch einige brisante Duelle an.

Langhennersdorf.

Grundsätzlich ist der Titel eines Herbstmeisters ein Muster ohne Wert. Dennoch dürfte die Freude im Lager des TSV Langhennersdorf groß sein, nach Beendigung der Hinrunde das Tableau der Fußball-Mittelsachsenliga anzuführen. Die Mannschaft spielt eine bemerkenswerte Saison und steht mit 28 Zählern an der Tabellenspitze. Dass der Vorsprung auf die viertplatzierten Flöhaer gerade drei Zähler beträgt, soll die Leistung der Langhennersdorfer nicht schmälern. "Wir sind selbst etwas überrascht, wie gut es läuft. Doch dank der guten Vorbereitung sind wir mehr als beachtlich gestartet und haben auch nicht nachgelassen", sagt Steffen Wießner, der stellvertretende Fußball-Abteilungschef des TSV.

Auch wenn es schon in der Vergangenheit zwischen Trainer und Mannschaft immer gestimmt habe, sei es dem neuen Coach Rudi Lassen gelungen, neue Reizpunkte zu setzen und Reserven zu erschließen. Zum Jahreshalali empfängt der Spitzenreiter nun am Samstag, 13 Uhr, den BSC Freiberg II. "Wir haben zwar ein paar Ausfälle, doch die Moral der Truppe stimmt und wir freuen uns auf das Derby", so Wießner. Lob bekommt der Primus auch von anderer Seite. "Der TSV hat starke Leistungen abgeliefert", sagt Flöhas Trainer Mirko Schwoy.

Verfolger Fortuna Langenau (2./27Punkte) muss bei Barkas Frankenberg (5./23) antreten. Zum Auftakt der Saison hatten beide Teams zum Tag der offenen Tore eingeladen - Frankenberg gewann in Langenau 5:4. "Nicht nur deshalb sind wir gewarnt. Wenn Barkas wieder mit ihren erfahrenen Leuten Mike Baumann und Steffen Kellig aufläuft, wird es besonders schwer", sagt Langenaus Trainer Matthias Zänker. Beide Ex-Profis seien ganz starke Fußballer. "Aber auch die jungen Kicker machen bei Barkas inzwischen richtig Betrieb." Und bei einem Sieg wäre Frankenberg im Kampf um die Spitze mittendrin statt nur dabei.

Beim Tabellendritten TSV Großwaltersdorf/Eppendorf sehnt man die Winterpause herbei. "Zahlreiche Spieler sind angeschlagen und benötigen eine Pause. Doch am Sonntag werden wir noch einmal alles reinwerfen", sagt Trainer Robert Hohlfeld. Allerdings sei es gegen den Oederaner SC noch nie leicht gewesen. Zudem haben die OSC-Männer bei ihrem Trainer etwas gutzumachen: Nach dem 1:2 in Flöha bemängelte Nils Hähner die Einsatzbereitschaft.

Nimmt man die Tabelle noch einmal zur Hand, sind die Kräfteverhältnisse zwischen dem TSV Flöha (4./25) und dem SV Mulda (12./8) eindeutig geklärt. "Eine Unterschätzung wäre aber sportlicher Selbstmord", warnt TSV-Trainer Schwoy. Auch auf eigenem Platz warte alles andere als ein Adventsspaziergang.

Schlusslicht Motor Brand-Erbisdorf (14./6) empfängt Aufsteiger Hainichen (19). Wenn in der Brander Kabine im Winter nicht die rote Laterne flackern soll, muss Motor gewinnen und zudem Schützenhilfe erhalten.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...