Knifflige Hausaufgabe

Im ersten Heimspiel des Jahres stellt sich Oberliga-Absteiger Hoyerswerda bei den Weißenborner Handballerinnen vor. Die haben sich viel vorgenommen.

Weißenborn.

Neues Spiel, neues Glück: Nachdem den Handballerinnen des SV Rotation Weißenborn sowohl der Start ins Jahr als auch in die Rückrunde der Sachsenliga misslungen ist, peilen sie nun daheim den ersten Sieg 2020 und zugleich den dritten Heimsieg der Saison an. Mit Oberliga-Absteiger SC Hoyerswerda, der mit 14:6 Punkten auf Platz 3 der Tabelle liegt, wartet allerdings keine ganz einfache Hausaufgabe.

Die Auftaktniederlage sei auf jeden Fall ärgerlich, weil unnötig gewesen, sagt Lisa Röder. "Das hätten wir definitiv anders lösen können", blickt die Kreisläuferin des SV Rotation auf das 23:27 bei der HSG Neudorf/Döbeln zurück. Schuld seien vor allem viele eigene Fehler gewesen. Die Niederlage sei ausführlich ausgewertet worden, und man habe diese Woche intensiv an den Baustellen gearbeitet, sagt die 28-jährige Speditionskauffrau.

Deshalb gehen die Rotation-Damen auch optimistisch ins Heimspiel gegen den SC Hoyerswerda. Der liegt mit 14:6 Zählern nur einen Punkt vor den Weißenbornerinnen (6./13:11), hat aber zwei Spiele weniger ausgetragen. Die Aufgabe sei nicht leicht, aber durchaus lösbar, sagt Röder, "wenn wir uns alle reinknien". Im Moment laufe es zwar nicht so rund wie im Vorjahr, als Rotation als Aufsteiger auf Rang 3 landete. Vor allem im Angriff holpere es ein bisschen, so die Rechtshänderin. Sie sei sich aber sicher, "dass wir uns schnell wieder fangen".

Die gebürtige Lommatzscherin sei eine große Stütze des Teams, sagt Weißenborns Sportkoordinator Ralf Hallas. Er hatte 2015 den Wechsel der 1,76 Meter große Kreisspielerin von der HSG Weißeritztal nach Weißenborn mitinitiiert. Zwischenzeitlich musste Lisa Röder aufgrund beruflicher Weiterbildungen kürzer treten - die Abteilungsleiterin bei Rhenus & Hellmann in Großschirma machte unter anderem ihren Betriebswirt -, arbeitete sich aber immer wieder heran. "Sie ist eine absolute Kämpferin", lobt Hallas. Auf dem Feld reiße die Kreisläuferin viele Lücken und sei im Mittelblock ein wichtiger Abwehrbaustein.

Und der Rotation-Abwehr - mit 308 Gegentoren in zwölf Spielen die viertbeste der Liga - sollte am Samstag erneut große Bedeutung zukommen. Im Hinspiel in Hoyerswerda hielten die Weißenbornerinnen zunächst prima mit (11:11 zur Pause), konnten dann aber den starken Rückraum der Oberlausitzerinnen nicht mehr stoppen. Lisa Röder: "Wir haben auf jeden Fall noch eine Rechnung offen."


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