Konzentriert zu WM-Punkten

Bei den internationalen Läufen wurde Edward Hübner viermal Zehnter. Bei der Reise nach Portugal und Spanien hatte er sogar einen weiteren mittelsächsischen Piloten als Mitfahrer.

Penig/Geringswalde.

Die zurückliegenden zwei Wochen sind für die Enduro-Fahrer Edward Hübner und Luca Fischeder kein Zuckerschlecken gewesen. Die beiden Mittelsachsen legten zusammen mit Betreuer Martin Meyer satte 6000 Kilometer quer durch Europa zurück, um an den beiden Läufen zur FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft in Portugal und Spanien teilzunehmen. Bei Hübner war der Trip auf die Iberische Halbinsel schon lange fest eingeplant, da der Peniger die komplette Saison bestreiten will. Dass Luca Fischeder noch mit dazustieß, war dagegen eine kurzfristige Sache.

"Ich wusste, dass Eddi fährt, also habe ich ihn einfach gefragt, ob er mich mitnehmen würde." Der Peniger sah keinen Grund, dies nicht zu tun. "Die jungen Kerle muss man doch unterstützen. Zumal wenn einer den Biss und den Willen hat, die WM fahren zu wollen", so Hübner. "Ich war zu Beginn meiner Karriere auch immer für derartige Unterstützung dankbar", begründet der 31-Jährige seine Entscheidung, der damit auch etwas von seiner Komfortzone opfern musste. Denn schließlich kann es in einem Transporter mit drei Leuten, Motorrädern, diversem Equipment, Werkzeug, Gepäck und Verpflegung auf die Dauer schon recht eng werden. "Aber das war kein Problem", winkt der Peniger ab. "Wir trainieren oft zusammen, verstehen uns super und hatten auch jetzt eine richtig gute Zeit."

Erste Station des WM-Trips war Valpaços in Portugal, reichlich 150Kilometer östlich von Porto. Die Veranstaltung erwies sich als knüppelharte Angelegenheit. "Die Strecke war schon äußerst anspruchsvoll und die Etappenzeiten richtig knapp. Dazu war es richtig warm. Mir eigentlich schon zu warm", sagte Hübner, der mit zwei zehnten Plätzen in der E2 überzeugen konnte. Für Luca Fischeder war es überhaupt das erste Rennen außerhalb Deutschlands. "Ich habe versucht, es möglichst entspannt anzugehen und dabei viel zu lernen, schließlich war das Terrain absolutes Neuland für mich. So viele Steine und Felsen, ist schon eine echte Hausnummer", staunte der Geringswalder, der zweimal Zwölfter in der Youth-Nachwuchsklasse wurde.

Nur eine Woche später ging es bereits in Santiago de Compostela weiter, dem weltberühmten spanischen Wallfahrtsort. Der dort anhaltende Dauerregen setzte pünktlich zum Start aus, sodass auch hier perfekte Bedingungen herrschten. "Allerdings nur auf der Strecke", berichtete Hübner, "aber organisatorisch war es eher ein Durcheinander." So kam es beispielsweise vor, dass sich am Morgen vor dem Start lange Schlangen vor den Sanitäreinrichtungen bildeten, da einfach vergessen wurde, diese aufzuschließen.

Das Rennen an sich verlief für den Routinier eher unspektakulär. "Bis auf einen defekten Dämpfer, den ich wechseln musste, lief alles glatt. Ich bin zufrieden und verbuche die Tage als Erfolg", freute sich der Peniger, der ohne große Stürze und Blessuren erneut zweimal Zehnter wurde und damit in der Gesamtwertung seiner Klasse E2 an neunter Stelle liegt.

Luca Fischeder konnte sich im Vergleich zur Vorwoche erheblich steigern und setzte sich mit den Plätzen 7 und 8 äußerst stark in Szene. "Mein bisher bestes WM-Ergebnis", strahlte der 20-Jährige stolz. "Besser hätte es für mich nicht laufen können!" Mit diesem Resultat festigte der Youngster seinen zehnten Tabellenplatz.

Die WM wird Mitte Juni in Griechenland fortgesetzt. Natürlich mit Edward Hübner, während die Youth-Klasse dort nicht am Start sein wird. "Wir sind erst eine Woche später in Italien wieder gefordert. Ich bin schon gespannt", blickt Fischeder mit Vorfreude voraus.

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