Langenauer verteidigen Titel und setzen Serie fort

Die Fußballer von Fortuna haben den Mittelsachsen-Hallencup gewonnen. Im Finale bezwangen sie den TSV Langhennersdorf, der zeitweise nur mit zwei Feldspielern agierte.

Langenau.

Viele Fans der Fußball-Bundesliga beschweren sich oft über die Langeweile, die durch die Dominanz des FC Bayern München in den vergangen Jahren eingekehrt ist. Ähnlich geht es vermutlich diversen neutralen Zuschauern, die sich in Flöha den Mittelsachsen-Hallencup angeschaut haben. Wie schon in den vergangenen drei Jahren stand Fortuna Langenau im Finale, das sich nun zum dritten Mal bei vier Anläufen den Titel sicherte. Wieder einmal gewannen sie deutlich, diesmal mit 4:1 gegen den TSV Langhennersdorf. Und wieder einmal waren es die Fortuna-Fans, die am Ende am lautesten jubelten und denen die Langeweile der anderen Zuschauer egal sein dürfte.

"Wir haben dynamisch gespielt, so wie ich mir das in der Halle vorstelle. Meine Mannschaft hat verdient gewonnen", sagt der Langenauer Trainer Matthias Zänker freudestrahlend. Im Finalspiel gegen den TSV Langhennersdorf, den sie in der Gruppenphase knapp mit 3:2 bezwangen, blieb es lange spannend. David Hänig brachte die Langenauer in Führung. Der TSV glich aber durch Julian Kindler wieder aus. Drei Minuten vor Schluss kam es dann zu spielentscheidenden Situation. Der Langhennersdorfer Keeper Erik Pomp musste, nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums, das Feld für zwei Minuten verlassen. Ebenso Tobias Tuchscherer, da er wenig später die Schiedsrichterleistung bemängelte. Mit nur zwei Feldspielern konnten die Spieler von TSV-Trainer Rudi Lassen das Unentschieden nicht länger verteidigen. Clemens Becher, Ronny Gratzke und Patrick Thiele banden den Sack zu. "Wir sind schon ein wenig enttäuscht", so Lassen, dessen Team mit hohen Erwartungen angereist war. "Wir hatten uns vorgenommen, den Pokal zu gewinnen."

Für einen anderen Favoriten war der Traum vom Pokal schneller vorbei als erwartet. Der TSV Großwaltersdorf/Eppendorf schied bereits nach der Gruppenphase aus, gewann aber zumindest das Spiel um Platz 5 gegen den Oederaner SC. "Es ist sicherlich nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben", so der Großwaltersdorfer Trainer Robert Hohlfeld. Durch zu viele eigene Fehler hätte es seine Mannschaft am Ende nicht verdient weiterzukommen.

Für das frühe Ausscheiden des TSV Großwaltersdorf sorgte unter anderem das Überraschungsteam des Turniers. Der Zuger SV dominierte die Staffel B, in der noch dazu der TSV Flöha II und der Bobritzscher SV spielten. Mit drei Siegen qualifizierte sich der Mittelsachsenklasse-Vertreter als Erster, hatte aber im Halbfinale gegen Langhennersdorf das Nachsehen. Dennoch gab es ein Happy End. Im kleinen Finale besiegten die Zuger den TSV Flöha II und belohnten sich für ihren starken Auftritt mit Platz 3. "Wir haben uns spielerisch gut verkauft. Das war ein Riesenerfolg für uns", freut sich Andreas Kurzhals, der in der noch jungen Truppe eine Menge Entwicklungspotenzial sieht.

Damit ist die Hallensaison wieder Geschichte. Am 15. März geht es für die Langenauer, die den Pokalsieg noch ausgiebig feierten, mit dem Liga-Alltag weiter. Bis dahin sind die "Gläser mit gelber Bratensoße", wie Fortuna-Trainer Zänker sie umschrieb, aber längst wieder weggestellt.


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