Lauenhainer erpaddelt am letzten Tag erhoffte Medaille

Bei den Deutschen Kanu-Meisterschaften hat Moritz Mai über 5000 Meter Bronze geholt. Einige Kanuten hatten im Kampf um Edelmetall Pech.

Mit neun Kanuten, darunter auch Paddler aus Mittweida und Geringswalde, waren die Lauenhainer bei der DM in Hamburg vertreten.

Von Robin Seidler

Unverhofft kommt oft: So ist es den Kanusportlern der SG Lauenhain am Sonntag, dem Schlusstag der Deutschen Meisterschaften, in Hamburg ergangen. Kurz vor dem Ende der Titelkämpfe konnten die Mittelsachsen noch eine Medaille feiern: In der männlichen Jugend holte Moritz Mai im Zweier-Kajak mit seinem Partner Nikolas Werschke vom SC DHfK Leipzig die Bronzemedaille über 5000Meter.

"Diese Medaille kam für uns alle wirklich unerwartet, umso mehr freuen wir uns darüber natürlich", sagt der Kanu-Abteilungsleiter der SG Lauenhain, Erik Korehnke. Der 15-jährige Moritz Mai habe sich das Rennen mit seinem Partner sehr gut eingeteilt und nach über 20 Minuten im Boot noch die Kraft gehabt, um Bronze zu erkämpfen. Es war am Ende die einzige Medaille, die die Lauenhainer auf der Regattastrecke in Hamburg-Allermöhe erpaddeln konnten - auch, weil einige Kanuten etwas Pech hatten. Bei den Schülerinnen war Frances Dietze im Einer-Massenstart über 2000 Meter bei der Wende sogar in der Spitzengruppe vertreten. "Doch dann hat sie eine Welle wohl unglücklich erwischt, sodass sie leider gekentert ist", sagt Erik Korehnke. Sarah Winkler vom KV Geringswalde durfte sich im gleichen Rennen über den 9. Platz freuen. Beide Schülerinnen feierten in Hamburg ebenso ihr DM-Debüt wie Benno Reichel und Elias Kosterlitzky vom SKSV Mittweida, die im Vierer mit den Lauenhainern Toni Nagel (ebenfalls DM-Debütant) und Gerry Nöbel Vierter über 2000 m und Zehnter über 500 m mit neuer Bestzeit wurden. Benno Reichel wurde im Kanumehrkampf Zwölfter, der Lauenhainer Karl Tretbar kam auf Platz 15.

Für Erik Korehnkes Sohn Max und den Ringethaler Moritz Wehlend hat es in Hamburg überraschend nicht zu einem Sprung aufs Podest gereicht. Die beiden Silbermedaillengewinner der diesjährigen Junioren-Europameisterschaft in Italien bestritten in Hamburg drei Rennen gemeinsam. In diesem wurden sie je einmal Vierter, Fünfter und Sechster. "Vor ihnen sind immer diejenigen Kanuten gewesen, die in diesem Jahr sogar bei der Weltmeisterschaft dabei waren", sagt Erik Korehnke. Gerade auf den Kurzstrecken hätten aber Wimpernschläge über die Medaillenvergabe entschieden. "Da hat es zum Teil schon ausgereicht, wenn man am Start den ersten Paddelschlag falsch setzt."

Für die mittelsächsischen Kanuten geht es bereits am Wochenende bei einer Regatta auf der Saale in Wengelsdorf weiter. Danach folgt für die Lauenhainer unter anderem noch die Teilnahme an der Internationalen Regatta in Hof, wo wieder Gäste aus ganz Europa erwartet werden. "Außerdem sind wir noch bei den Sprintregatta in Colditz sowie bei der Herbstregatta in Flöha dabei", sagt Erik Korehnke.

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