Lehrstunde in Bochum

Nachwuchsläufer Tim Lange aus Mittweida ist bei der Leichtathletik-DM seinen Ansprüchen nicht ganz gerecht geworden. Auch zwei junge Damen konnten nicht in den Medaillenkampf eingreifen.

Mittweida.

Drei Nachwuchssportler der Leichtathletikgemeinschaft Mittweida und des TSV Fortschritt Mittweida waren am Wochenende bei den deutschen Jugend-Meisterschaften der Altersklasse U 16 in Bochum-Wattenscheid am Start. Die Ergebnisse und auch das Fazit der jungen Athleten fielen dabei unterschiedlich aus. Im Lohrheidestadion gelang Jara Graf für die LG Mittweida mit 12,40 Metern im Kugelstoßen ein 7. Platz in der Altersklasse 15. Jessica Vasold verpasste den Finaleinzug im Diskus-Wettbewerb der AK15 und belegte am Ende mit 31,68 Metern Platz 10. Tim Lange vom TSV Fortschritt Mittweida startete in der AK 15 über die 3000-m-Distanz. In 10:03,69 Minuten kam er auf Platz 13 und war am Ende von sich selbst enttäuscht.

"Er war richtig geknickt, denn schließlich hatte er sich für den Auftritt auf nationaler Ebene einiges vorgenommen", sagte Trainer und TSV-Abteilungsleiter Maik Metzler über seinen Schützling. Tim habe sich aber vom Umfeld etwas einschüchtern lassen und sei von Beginn an sehr aufgeregt gewesen. Zudem wurde das Rennen in einem langen Endspurt entschieden. "Tim fühlt sich aber wohler, wenn er den Lauf konstant von der Spitze weg gestalten kann", sagt sein Trainer. Allerdings habe er hat das Tempo zu Beginn verbummelt. "Es war einfach nicht sein Rennen - so ehrlich müssen wir sein", sagte Metzler. Trotzdem habe Lange natürlich sein Bestes gegeben. Nun gelte es, die Vorbereitung selbstkritisch zu hinterfragen und auch den Trainingsplan noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Maik Metzler: "Wir sehen diesen Auftritt als Lehrstunde an und werden es hoffentlich in Zukunft besser machen."

Jara Graf begann ihren Wettkampf im Kugelstoßen furios. Gleich im ersten Versuch ließ sie die Kugel auf die Weite von 12,40 m fliegen. "Leider gelang es ihr in den weiteren Versuchen, nicht diesen Wert zu toppen - somit stand am Ende Platz 7 im Protokoll", sagte LG-Trainer Michael Sperling. Er freute sich für seine Athletin, dass sie so bei der Siegerehrung, bei der die acht besten Athletinnen geehrt wurden, dabei war und sie ihre erste Urkunde bei einem nationalen Vergleiches entgegen nehmen konnte.

Jessica Vasold lieferte bei der DM den Beweis, dass weniger Druck manchmal mehr ist. Beim Aufwärmen gelang der Rochsburgerin ein Wurf, der klar über die 35-Meter-Marke ging. Sperling: "Diese Weite hätte Platz 4 oder 5 bedeutet, doch so kam es leider nicht." Später, im richtigen Wettkampf, zeigte Jessica Vasold nach zwei ungültigen Versuchen einen Wurf über 31,68 m. Für einen Platz unter den ersten Acht und das Erreichen des Finales war das zu wenig. "Bei diesen Meisterschaften konnten beide lernen, mit Druck umzugehen", sagte Sperling. "Das ist wichtig, wenn sie später bestehen möchten." (mit sperl)

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