LG-Talente überraschen

Die Leichtathleten aus Mittweida haben bei den Landesmeisterschaften in Chemnitz neun Medaillen gewonnen. Besonders in einer Disziplin trumpften die Talente groß auf.

Mittweida.

Diese kurze Reise ins Chemnitzer Sportforum hat sich für die Leichtathleten der LG Mittweida gelohnt: Sie kehrten von den Landesmeisterschaften mit insgesamt neun Medaillen zurück nach Mittelsachsen. Allein siebenmal glitzerte das Edelmetall in Gold.

"Da haben unsere Mädels und Jungs mich selbst ein wenig überrascht", sagt der Trainer der LG Mittweida, Michael Sperling. Besonders in einer Disziplin räumten die Mittweidaer Riege alles ab. Im Speerwerfen der Altersklassen U 16 und U 18 gingen nahezu alle Titel an die LG. In der U-18-Altersklasse gewann Niels Keutel mit 43,62 Metern Gold, ebenso Ulrike Schmidt (39,87 m). Dazu wurde Lina Schreiter mit 32,14m Sechste. Auch in der AK U16 dominierten die Mittweidaer Speerwerfer. Dustin Möbius siegte mit 37,66 m, Luise Schmidt holte mit 29,38 m Silber. "Die Athleten mussten bei diesem Wettbewerb aus einem Werferhaus heraus agieren. In diesem war allerdings der Anlauf nicht so lang, was Luise nicht so mag", sagt Sperling. Sie musste sich daher Svenja Hübner vom LV 90 Erzgebirge geschlagen geben, "aber im Prinzip ist das auch eine halbe Goldmedaille für uns", so der LG-Trainer. "Svenja trainiert ebenfalls in Mittweida." Die Siegerin warf mit 41,40m gleich mal DM-Norm.

Für zwei weitere Goldmedaillen sorgte in der U-18-Altersklasse Jara Graf. Sie siegte im Kugelstoßen mit 13,23 m sowie mit dem Diskus mit 37,95 m. Hier liegt die DM-Norm bei 38 Metern, die sie bereits erfüllt hat. "Aber es ist schön zu sehen, dass sie diese Weite konstant werfen kann", so Sperling. Jessica Vasold wurde mit dem Diskus Vierte (33,26 m) sowie mit der Kugel Sechste (11,59 m).

Auch im Sprintbereich gab es für Michael Sperling Grund zur Freude. Anne Weigold stellte über 60 m ihre persönliche Bestleistung (8,41 Sekunden) ein. "Und da wäre noch mehr gegangen, da sie sehr kontrolliert gelaufen ist", so der Coach. Im Vorlauf schlug sie damit auch Monika Zapalska vom LC Paderborn, die bereits zweimal als Vierte knapp an einer Hallen-DM-Medaille vorbeigeschrammt war. Im Endlauf trafen beide Sprinterinnen wieder aufeinander und kamen auf die Tausendstelsekunde genau (8,50 s) ins Ziel. "Sie sind auch nebeneinander gelaufen und haben sich bei einer Hürde kurz mit den Armen touchiert", sagt Sperling.

Über die 60 Meter ohne Hürden standen die Mittweidaerinnen Charlotte Handke und Vanessa Herzog in ihrem Vorlauf unter anderem neben Keshia Kwadwo vom LC Paderborn. Beide konnten das Tempo der Ostwestfälin noch nicht mitgehen und qualifizierten sich für den B-Lauf. "Es war für sie dennoch ein Erlebnis, mit einer mehrfachen Junioren-Europameisterin zu laufen", so ihr Coach. Für Florian Heinich lief es über die 60 m nicht nach Wunsch. Leicht angeschlagen knackte er die Sieben-Sekunden-Marke diesmal nicht. Hochspringerin Stephanie Seidel übersprang 1,75 m und gewann Silber. Doch die Norm für die Hallen-DM (1,78 m) muss weiter warten. "Ihr fehlt durch den Prüfungsstress noch die Konstanz."

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