Lichtenberg stürmt an die Spitze

Der SVL hat das Gipfeltreffen der Fußball-Mittelsachsenliga in Großwaltersdorf mit 4:2 gewonnen. Nach der Pause war das Spitzenspiel dabei eine ziemlich einseitige Angelegenheit.

Großwaltersdorf.

Auf dem zur Parkfläche umfunktionierten Hartplatz in Großwaltersdorf war am Sonntag kein Platz mehr frei. Fast 300 Fans wollten das Spitzenspiel der Fußball-Mittelsachsenliga zwischen Tabellenführer TSV Großwaltersdorf/Eppendorf und Verfolger SV Lichtenberg sehen. Und sie bekamen für ihr Eintrittsgeld einiges zu sehen: Sechs Tore, jede Menge Emotionen, zudem gingen beide Teams männlich-engagiert zu Sache. Nach dem Abpfiff schmeckte das Bier eigentlich nur den Lichtenbergern gut: Sie gewannen das Gipfeltreffen 4:2 (3:1) und übernahmen damit auch wieder die Tabellenspitze.

Bei den Gastgebern wurde das Getränk benötigt, um den Frust hinunterzuspülen. "Die 1. Halbzeit habe ich uns gleichwertig gesehen. Doch nach dem Wechsel lief bei uns in der Offensive gar nichts mehr, und Lichtenberg beherrschte das Geschehen", sagte der TSV-Trainer Robert Hohlfeld. "Großwaltersdorf hat uns alles abverlangt. Doch von der Kompaktheit und vom Willen her waren wir die stärkere Mannschaft", freute sich Lichtenbergs Kapitän Torsten Gronwaldt. In den vergangenen Wochen habe es sich das Team verdient, "dass wir heute an die Spitze stürmen konnten".

Dabei begann für die Hohlfeld-Truppe alles nach Plan. Martin Richter setzte sich in der 3. Minute auf der Außenbahn durch, bediente Louis Morgenstern, der ohne Mühe vollendete. Eine Viertelstunde später hatten die Gäste ihre erste Chance und nutzten diese durch Danny Kluge zum Ausgleich. Danach hätte das 2:1 für den TSV fallen müssen: Martin Richter und Oliver Petermann hatten im gegnerischen Strafraum nur einen Abwehrspieler vor sich, konnten aus dieser personellen Überzahl aber kein Kapital schlagen. Wie es gemacht wird, zeigten die Lichtenberger: Bei ihren Chancen zwei und drei im ersten Durchgang fielen auch die Tore zwei und drei für den SVL durch Swen Häuser und Stephan Timmel.

Zur Halbzeitpause holte SVL-Trainer Manuel Kluge offenbar das richtige Werkzeug aus dem Regal. Denn nun begann die Demontage des bisherigen Tabellenersten. Lichtenberg ließ den Platzherren kaum Luft zum Atmen, Timmel machte mit dem 4:1 alles klar. "Die Anspannung war uns zu Beginn definitiv anzumerken. Das haben wir aber mit dem 2:1 abgelegt", analysierte Kluge. In der 2. Halbzeit habe man dem Gegner keine Chance gelassen.

Im Großwaltersdorfer Lager gab es hier und da Verwunderung, dass zwei Lichtenberger nach roten Karten nur ein Spiel Sperre erhalten hatten und so im Spitzenspiel dabei sein durften. Trainer Hohlfeld hielt sich an die Fakten. "Lichtenberg hat clever agiert. Wir konnten nur so gut spielen, wie es der Gegner zugelassen hat - und er hat wenig zugelassen". SVL-Kapitän Gronwaldt richtete den Blick nach vorn. "Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, niemand wird uns etwas schenken. Doch mit der Einstellung von heute bleiben wir bis Saisonende Tabellenführer."

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