Lichtenberger sind Meister

Der SVL hat den ersten Matchball verwandelt und sich mit einem 3:0 gegen Freiberg II den verdienten Titel in der Mittelsachsenliga geholt.

Lichtenberg.

Die Rechnung war einfach: Um sich auch rechnerisch schon einen Spieltag vor dem Saisonhalali die mittelsächsische Fußballmeisterschaft zu holen, musste der SV Lichtenberg zu Hause gegen den BSC Freiberg II gewinnen. Lange stand es auf dem Sportplatz am Trassenweg 0:0. Doch in der letzten halben Stunde stellten dann Sebastian Schneider mit zwei Toren und Swen Häuser die Weichen nicht nur auf Sieg, sondern auch auf Meisterschaft. Am Ende gewann der SVL mit 3:0 und sicherte sich die mittelsächsische Fußball-Krone.

Nach dem Abpfiff streiften sich die Meister-Spieler ihre extra angefertigten Trikots über, auf denen der Spruch "Ein Team - Ein Weg - Ein Ziel" aufgedruckt war. Doch eigentlich verfolgt Lichtenberg zwei Ziele, denn nach der Meisterschaft soll nun in zwei Wochen auch noch der Kreispokal her. "Das ist richtig, deshalb werden wir ab Dienstag auch weiter konzentriert trainieren. Aber jetzt wird erst einmal gefeiert", sagte Trainer Manuel Kluge.

Auch wenn es am Ende in klares Ergebnis war, spazierte der neue Titelträger alles andere als locker zum Sieg. Die Gastgeber brauchten eine ganze Zeit, um den Verteidigungscode der Freiberger zu knacken, die sich aber auch nicht am eigenen Strafraum verkrochen. Außer einem Freistoß von Schneider, den der BSC- Schlussmann Martin Heydel nach 20 Minuten souverän parierte, gab es keine Chancen zu notieren. "Wir hatten in der Anfangsphase, wie man so schön sagt, einen Stift in der Hose", sagte SVL-Doppel-Torschütze Schneider. "Aber wir sind geduldig geblieben und haben im richtigen Moment den optimalen Ball gespielt." Auf der Gegenseite hätte Kevin Zielke nach einer halben Stunde treffen können. Eine Schlüsselszene spielte sich in der 33. Minute ab: Der Freiberger Maik Uhlig wurde vom Schiedsrichter mit "Gelb/Rot" vom Platz geschickt. "Gleich nach meinem ersten Foul sehe ich gelb, dann spreche ich mit meinem Mitspieler, und der Schiri hat es offenbar auf sich bezogen", schilderte Uhlig die Situation. "Keine Frage, der Sieg von Lichtenberg ist verdient. Aber wir wollten dagegenhalten, dass war dann nicht mehr richtig möglich."

Doch bis zur Pause änderte sich in den Kräfteverhältnissen auf dem Rasen nichts. In der 2. Halbzeit hatte Lichtenberg zwar mehr Spielanteile, riskierte aber nicht zu viel. Otto Rehhagel hatte das einst als "kontrollierte Offensive" bezeichnet. Die Bemühungen wurden schließlich in der 64. Minute belohnt, als Schneider zum 1:0 traf. Die Gäste haderten dabei mit dem Schiedsrichterkollektiv, weil es ein angebliches Handspiel übersehen hatte. Nach den weiteren Toren von Häuser (78.) und Schneider (81.) kamen die 150 Zuschauer dann richtig in Feierlaune.

"Man hat schon gemerkt, dass wir zunächst keinen Fehler machen wollten und wacklige Knie hatten", sagte SV-Trainer Kluge. Das 1:0 sei aber der Dosenöffner gewesen. Dennoch habe sein Team nicht die beste Saisonleistung gezeigt, "doch das ist heute völlig egal", strahlte der frischgebackene Meistercoach.

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