Lichtenberger wollen feiern

Der Spitzenreiter der Fußball-Mittelsachsenliga kann sich am Sonntag bereits zum Meister küren. Auch an höchster Stelle zweifelt niemand daran.

Lichtenberg.

Andreas Schramm freut sich. Denn wenn alles planmäßig verläuft, sieht der Präsident des Fußball-Kreisverbandes am Sonntagnachmittag nicht nur ein schönes Spiel, sondern kann am Ende auch den neuen Meister der Mittelsachsenliga ehren. "Das ist mein erster Besuch auf dem Platz in Lichtenberg und natürlich ein schöner Anlass", sagt Schramm. Gewinnt der SVLichtenberg (1./63) sein letztes Heimspiel gegen den BSC Freiberg II (7./30), würde sich das Team bereits einen Spieltag vor dem Saisonfinale den Titel sichern.

Die Lichtenberger seien die konstanteste Mannschaft der Saison und wären ein verdienter Meister, so Schramm. Zudem habe der SVL gemeinsam mit dem TSV Großwaltersdorf/Eppendorf die Fans seit vielen Wochen in Atem gehalten. "Das war ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen", sagt der 38-Jährige, der seit neun Jahren an der Spitze des Kreisverbandes steht. Auch Thomas Pretschner, der Geschäftsführer des KVF, lobt die Leistung der Lichtenberger, die von 24 Spielen 20 gewannen und nur einmal (1:2 gegen Mittweida II am 4. Spieltag) als Verlierer vom Platz mussten. "Aber Hut ab vor den Großwaltersdorfern, die den SVL bis zum Schluss gefordert haben." Das sei die spannendste Serie seit Jahren gewesen, so Pretschner.

Der 61-Jährige soll am Sonntag gemeinsam mit Präsident Schramm die Meisterschale überreichen - vorausgesetzt, der SVL gewinnt. Denn bei einem Remis sowie einem Sieg der Großwaltersdorfer (2./58) gegen den Oederaner SC (6./33) hätten die Lichtenberger zwar noch drei Zähler Vorsprung und das um rund 30 Treffer bessere Torverhältnis. "Doch rein rechnerisch wäre der SVL damit noch nicht durch", sagt Pretschner. Dann müsste die Ehrung auf den letzten Spieltag, wenn Lichtenberg beim Tabellendritten Langenau aufläuft, vertagt werden.

An ein solches Szenario denken die Schützlinge von Manuel Kluge jedoch überhaupt nicht. "Wir wollen die Meisterschaft natürlich zuhause perfekt machen und dann mit unseren Fans feiern", sagt Kluge. Die Mannschaft könne sich jetzt für eine starke Saison belohnen, so der 29-Jährige, der als Spieler die Meisterschale selbst in die Höhe stemmen durfte: 2013/14 holte der SVL den Titel, nachdem das Team zuvor zwei Jahre in der Bezirksliga gespielt hatte. Nach dem Wiederaufstieg folgten zwei weitere Jahre in der Bezirksliga beziehungsweise in der Landesklasse Mitte, und zuletzt wurde das Team zweimal Vizemeister in Mittelsachsen.

Kluge hatte die Mannschaft Anfang 2018 übernommen, nun steht der langjährige Kapitän kurz vor seinem ersten Titel als Trainer. Allerdings sei man noch nicht am Ziel, warnt er. "Alle erwarten es von uns - aber genau das macht die Schwere der Aufgabe aus."

Verfolger TSV Großwaltersdorf/ Eppendorf, der mit 58 Punkten fünf Zähler hinter Lichtenberg liegt, will zumindest bis zum ´Schluss alles versuchen, um doch noch Meister zu werden, sagt TSV-Trainer Robert Hohlfeld. "Wir wollen mit einem Sieg gegen Oederan unsere rechnerische Minichance erhalten." Doch in der Form der Vorwoche glaube er nicht, "dass sich Lichtenberg noch bremsen lässt", so der TSV-Coach. Aus seiner Sicht dürften die 90 Minuten gegen den OSC alles andere als langweilig werden. "Die Begegnungen gegen Oederan waren immer hitzig, eben richtige Derbys. Auch diesmal werden sich beide Seiten nichts schenken", sagt Hohlfeld. Im Hinspiel trennten sich beide Teams 1:1.

In der Saison 2010/11 hatte sich der aktuelle Sachsenligist Germania Mittweida als erstes Team auf der neuen Meisterschale des KVF Mittelsachsen verewigt. Zuletzt konnten sich der TSV Flöha, Barkas Frankenberg, der Hartmannsdorfer SV und der TSV Großwaltersdorf die rund ein Kilogramm schwere Zinnschale erkämpfen. (mit kbe)

Mittelsachsenliga 25. Spieltag - So., 15Uhr: SV Lichtenberg - BSC Freiberg II, TSV Großwaltersdorf/Eppendorf - Oederaner SC, TSV Flöha - Motor Brand-Erbisdorf, Motor Rochlitz - Siebenlehner SV, Barkas Frankenberg - TSV Langhennersdorf, SV Mulda - Fortuna Langenau, Hartmannsdorfer SV - Germania Mittweida II

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