Max und Moritz trotzen Widerständen und holen Silber

Die Kanuten aus Lauenhain und Ringethal haben bei der Junioren-EM ihren größten Erfolg gefeiert. Hinzu kam eine weitere Bronzemedaille im Einer.

Mittweida/Lauenhain.

Diese vier Tage im italienischen Auronzo haben sich für die beiden Kanuten Moritz Wehlend aus Ringethal und den Lauenhainer Max Korehnke nicht nur aufgrund des Wetters gelohnt. Denn am Sonntag strahlten beide nach ihrem größten Erfolg der Karriere mit der Sonne um die Wette. Bei den Junioren-Europameisterschaften holten sie gemeinsam Silber im Vierer über 500 Meter, Moritz Wehlend zudem noch überraschend Bronze im Einer über 1000 Meter.

"Das ist natürlich mehr, als wir alle erwartet haben", sagt Moritz, der für den WSV "Am Blauen Wunder" Dresden startet. Für ihn hat die Bronzemedaille im Einer aber noch ein wenig mehr Gewicht. "Im Vorlauf habe ich mir bei einem Fehlstart das Boot beschädigt und das Rennen trotz eines Risses gewonnen", sagt er. Allerdings war er trotz der direkten Final-Qualifikation skeptisch, was Medaillenchancen betraf. "Ich wollte im Finale bloß nicht Letzter werden, weil ich dachte, dass die Favoriten ein wenig mit mir spielen." Die Startphase misslang etwas. "Das Tempo des dänischen Titelverteidigers Rasmus Knudsen neben mir konnte ich nicht mitgehen." Doch vor allem mit einem Endspurt auf den letzten 150Metern sicherte er sich Bronze. "Dabei war ich zuvor so nervös und habe zum Frühstück gerade einmal einen Toast gegessen."

Am Sonntag ging es für ihn und Max Korehnke gemeinsam in einem Boot auf Medaillenjagd. Im Junioren-Vierer über 500 Meter paddelten sie zusammen mit Mauritz Hennies (Berlin) und Elias Kurth (Brandenburg) zu Silber. "Aber das war eine richtig knappe Entscheidung bei sehr böigen Windverhältnissen", sagt Moritz. "Zum Schluss sind die Russen noch einmal richtig nah an uns herangekommen, sodass ich zunächst nicht wusste, auf welchem Platz wir sind." Bei der Siegerehrung haben die Organisatoren den deutschen Vierer erst auf das Podest für Platz 3 stellen wollen, "doch dann flatterte das offizielle Ergebnis mit zwei 2. Plätzen herein", sagt Max Korehnke. Nach der Auswertung des Zielfotos bekamen sowohl die Deutschen als auch der russische Vierer Silber. "Wir haben uns nach der direkten Qualifikation für das A-Finale schon Chancen für die vorderen Plätze ausgerechnet, aber das haben die anderen Kanuten ja auch", sagt Max, der danach noch im Einer über 200 Meter paddeln musste. Im dortigen B-Finale reichten die Kräfte dann aber nicht mehr, um vorn mitmischen zu können. "Das B-Finale war mein Ziel."

Für beide kehrt nun etwas Ruhe ein, bevor Ende August die Deutschen Meisterschaften in Hamburg anstehen. Dafür sind beide aufgrund ihrer Nominierung für den Bundeskader automatisch qualifiziert. "In Hamburg werden wir mit den sächsischen Booten antreten", so Moritz.

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