Meister noch nicht in der Spur

Der TSV Flöha hat seinen letzten Test vor dem Saisonstart verloren. Die anderen Mittelsachsenligisten waren erfolgreicher.

Tommy Möbius (l.) und Torwart Pascal Clauß vom TSV Flöha strecken sich vergeblich: 1:4 unterlag Flöha gegen Schneeberg.

Von Knut Berger und Steffen Bauer

Der TSV Flöha hat seine Generalprobe für die am Wochenende beginnende Saison in der Fußball-Mittelsachsenliga verpatzt. Das Team von Trainer Steffen Bergmann verlor gegen den Fünften der Landesklasse West Concordia Schneeberg 1:4 (0:2).

Bergmann, der in der Regel keine Probleme damit hat, Missstände klar anzusprechen, begab sich bei der Bewertung des Auftritts auf diplomatisches Parkett. "Wir konnten in diesem letzten Test noch einmal viel für die Stärkung unserer konditionellen Fähigkeiten tun. Dabei haben alle gut mitgezogen." Somit habe auch dieses Spiel seinen Zweck erfüllt, sagte der Flöhaer Übungsleiter. "Spielerisch war es sicher nicht das Gelbe vom Ei." Deutlicher ausgedrückt: Der amtierende Mittelsachsenmeister bekam im Auenstadion in der ersten Stunde kaum ein Bein auf den Platz, lief fast ständig dem Ball hinterher und lag nach 61 Minuten 0:4 hinten. Dabei vergab Schneeberg sogar noch klare Chancen, und TSV-Torhüter Pascal Clauß reagierte mehrmals stark. Erst in der Schlussphase lief es für Flöha besser. Tom Quant gelang in der 73. Minute der Ehrentreffer. "Wir haben am Ende die zweite Luft bekommen", sagte Bergmann, der auf mehrere Stammkräfte verzichten musste.

Dem TSV Großwaltersdorf/Eppendorf fehlten im Spiel gegen FSV Pockau-Lengefeld unter anderem die Langzeitverletzten Mirko Richter und Louis Morgenstern. Dennoch gewann der Mittelsachsenligist gegen den Kontrahenten aus der Erzgebirgsliga 2:0 (2:0). Rückkehrer Erik Sarodnik brachte den TSV bereits nach vier Minuten in Führung, nach einer halben Stunde besorgte Enrico Wulf das 2:0. "Es war ein guter Test vor dem scharfen Start. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können", sagte TSV-Trainer Robert Hohlfeld.

Regelrecht auf Torejagd ging der SV Lichtenberg, der die BSG Stahl Altenberg mit 15:0 (8:0) abfertigte. Der Vorjahres-13. der Kreisoberliga Sächsische Schweiz/Osterzgebirge - dort beginnt die Saison erst Ende August - sei allerdings nicht in bester Verfassung aufgetreten, sagte SVL-Fußballchef Holger Kunath. Als Generalprobe für den scharfen Start am Sonntag in Oederan tauge die Partie deshalb nicht: "Das war kein aussagekräftiger Test", so Kunath. Und trotz der 15 Tore habe die Mannschaft sogar noch etliche klare Chancen versiebt.

Ebenfalls als klarer Sieger ging der FSV Motor Brand-Erbisdorf vom Platz, der den SV Linda 7:0 (4:0) bezwang. Eric Lehmann (3), Roy Linthe (2) sowie Patrick Handrik und Dominic Seidel trafen gegen den Ortsrivalen, der in der Kreisklasse spielt. "Es war ein gelungener Test, auch wenn man beim Gegner sicher Abstriche machen muss", sagte der neue FSV-Trainer Steffen Teichert. Die Mannschaft, die in der Mittelsachsenliga zuletzt nur vier Saisonsiege verbuchte, habe aber zumindest Selbstvertrauen getankt.

Das konnte auch die Fortuna aus Langenau, die Empor Hartmannsdorf aus der Landesklasse Mitte 3:1 (2:0) bezwang. Patrick Thiele (11., 16.) brachte das Team von Trainer Matthias Zänker mit einem Doppelschlag in Front, Frank Bernhardt machte in der Nachspielzeit mit dem 3:1 alles klar. "Insbesondere die 1. Halbzeit hat mir sehr gefallen", lobte Zänker.

Ebenfalls mit 3:1 (2:1) behielt der TSV Langhennersdorf beim Bobritzscher SV die Oberhand. Erik und Martin Pomp drehten dabei in der 15. und 34. Minute den frühen 0:1 Rückstand (11.) in ein 2:1 um. Vater Hendrik Pomp, Coach der zweiten Mannschaft des TSV, vertrat Trainer Sven Butze (Urlaub).

Mit einem 3:3 (1:2) musste sich der SV Mulda bei der SpG Rechenberg-Bienenmühle/Clausnitz begnügen. Eine Woche vor dem Saisonstart fehlen Muldas Trainer David Kirsch allerdings noch zehn Stammspieler.

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