Miners wollen wieder nach oben

Die Basketballer des ATSV Freiberg setzen sich nach einer durchwachsenen Saison wieder höhere Ziele. Die Damen sind dagegen auf der Suche.

Freiberg.

Die jüngste Basketball-Weltmeisterschaft, gerade mit dem überraschenden Sieg der Spanier zu Ende gegangen, hat Tim Aubel mit Interesse verfolgt. "Es war eine packende WM mit attraktiven Spielen und unerwarteten Ergebnissen", sagt der Sportliche Leiter der Basketballer des ATSV Freiberg. Attraktiven Basketball spielen und für die eine oder andere Überraschung zu sorgen - so heißt auch das Ziel der Freiberger Miners für die in Kürze beginnende Saison in der Landesliga Sachsen. Dort will der Ex-Oberligist wieder ins Vorderfeld, nachdem zuletzt nur Platz 5 in der Staffel sowie eine Bilanz von sechs Siegen und acht Niederlagen zu Buche stand.

"Wir wollen zumindest eine positive Bilanz erreichen", blickt Aubel auf die neue Serie, die Mitte Oktober mit dem Spiel bei Aufsteiger Ottendorf-Okrilla beginnt. Trotz Platz 5 unter acht Teams sei die Mannschaft gar nicht so weit weg von der Spitze gewesen, schätzt der Sportchef der Miners, der in allen 14 Partien selbst auf dem Feld stand und insgesamt 28 Punkte markierte, ein. So verloren die Miners gegen Staffelsieger und Oberliga-Aufsteiger BC Görlitz zweimal nur knapp. "Wenn die Mannschaft endlich stabiler spielt, können wir auf jeden Fall um die Plätze 1 und 2, die für die Finalrunde berechtigen, mitspielen", sagt Aubel.

Dafür habe man den Kader breiter aufgestellt, sagt der 40-Jährige, der seit fast 20 Jahren im Trikot des ATSV spielt. Mit Paul Gabriel, Johannes Burkert, Alexander Heine und Enrico Knoth, im Vorjahr der beste Werfer der Landesliga, halten weitere Stützen zur Stange. Spielertrainer Fabian Göhler, der selbst noch verletzt ist, baut zudem auf junge Talente: Neben Oliver Jacob, der in der alten Saison schon zehn Spiele bestritt und im Schnitt drei Punkte erzielte, rücken mit Erik Zschocke, Paul Nitzsche und Jakub Klobusiak drei weitere Spieler des eigenen U-16-Teams auf. Einzige Abgänge sind Frederick Röhner und Clemens Schröter.

Sorgen bereiten dem Sportchef die Damen des Vereins. Das Team der Ladyminers, das ebenfalls in der Landesliga auf Korbjagd geht und das Tim Aubel gemeinsam mit Felix Göretzlehner betreut, zählt im Moment ganze sieben Spielerinnen. "Leider haben uns gerade noch drei erfahrene Damen verlassen", so Aubel. Mit Spielertrainerin Pauline Ecke (31) und zwei U-16-Mädchen blieb nur ein Trio aus der Mannschaft, die zuletzt auf Platz 8 landete, übrig. Dazu kommen vier weitere Nachwuchsspielerinnen. Diese Personaldecke sei "sehr, sehr dünn" gestrickt, so der Damencoach.

Dennoch soll die 14. Saison der ATSV-Damen auf keinen Fall die letzte werden. Im weiblichen Nachwuchsbereich habe sich einiges getan - "aber brauchen wir noch zwei bis drei Jahre, ehe wir einen stabilen Zulauf aus der eigenen Jugend haben", erklärt Aubel. Er ruft deshalb alle ehemaligen oder Hobby-Basketballerinnen auf, das Team zu unterstützen und beim Training vorbeizuschauen. Es sei auch nie zu spät, mit dem Basketball anzufangen, so der Sportchef schmunzelnd. (mit tia)

www.basketball-freiberg.net

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