Mit der roten Laterne zum Dritten

Handball-Oberliga: HSG spielt in Bad Blankenburg

Freiberg.

Tino Hensel (Foto) kann sich nicht erinnern. "In so einer Situation haben wir noch nicht gesteckt", sagt der 33-jährige Keeper der HSG, der seit zwölf Jahren in Freiberg spielt und damit alle bisherigen neun Spielzeiten in der Mitteldeutschen Oberliga erlebte. Zwar sei die Mannschaft in den vergangenen Jahren immer schwer gestartet, "aber Letzter waren wir noch nie."

Doch wenn die HSG-Männer nun am Sonntag zum Tabellendritten Bad Blankenburg fahren, hängt die rote Laterne am Mannschaftsbus: Durch die 23:26-Niederlage in Pirna und den 34:32-Auswärtssieg der Jenaer in Halle rutschte die HSG mit 1:7 Punkten auf den letzten Platz. Das sei natürlich alles andere als eine schöne Situation, so der Torhüter, der nach Spielertrainer Alexander Matschos (38) der Erfahrenste im Team der Dachse ist - aber selbst verschuldet: "Wir machen immer wieder die gleichen Fehler - sowohl im Angriff als auch in der Abwehr", sagt Hensel. Dazu komme natürlich der Ausfall wichtiger Spieler, viele Akteure seien angeschlagen, andere suchen nach ihrer Form, zählt der HSG-Keeper auf. "Derzeit kommt alles zusammen." Eins sei aber klar: Man komme nur gemeinsam aus der Misere heraus, sagt der Ergotherapeut. "Wir müssen unsere einfachen Fehler abstellen und versuchen, uns über Erfolgserlebnisse wieder zu stabilisieren."

Das ist auch der Ansatz von Alexander Matschos: "Die Fehler minimieren und dran bleiben", sagt der Freiberger Spielertrainer. Vor allem im Angriff habe zuletzt vieles nicht gepasst. Ein Lichtblick: Linksaußen Dominik Gelnar, der aus familiären Gründen wochenlang fehlte, ist zurück und am Sonntag auch dabei. Individuell hielt sich der 27-Jährig aus der Nähe von Ostrava zuhause fit. Sein tschechischer Landsmann Miroslav Jahn muss sich dagegen bei einem Rückenspezialisten in Prag behandeln lassen. Man fahre definitiv nicht als Favorit nach Bad Blankenburg, zumal der HSV noch ungeschlagen ist (7:1 Punkte). Aber vielleicht könne man bei den starken Thüringern, die noch Spieler mit Drittligaerfahrung im Kader haben, zumindest einen Punkt erkämpfen, hofft der Coach. Damit würde die HSG auch die rote Laterne wieder an den HBV Jena zurückgeben. (sb)

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