Mit frischem Wind an die Elbe

Die Sachsenliga-Fußballer von Germania Mittweida reisen zum Rückrundenstart zu Stahl Riesa. Dabei dürfen auch die drei Neuzugänge auf einen Startelfeinsatz hoffen.

Mittweida.

Obwohl Nudeln zum Grundnahrungsmittel von Fußballern gehören, werden die Sachsenliga-Kicker von Germania Mittweida vor ihrem Auswärtsspiel bei der BSG Stahl Riesa dem Nudelmuseum neben dem Stadion an der Merzdorfer Straße keinen Besuch abstatten. Sie wollen eher nach dem Spiel gestärkt in die weitere Rückrunde gehen.

"Es wird ein Kampfspiel in Riesa und unser Gegner will sich für die Hinspielniederlage revanchieren", sagt der Mittweidaer Cheftrainer Uwe Schneider. Im vergangenen Sommer gewann die Germania durch einen Treffer von Christian Kuhl mit 1:0 gegen den ehemaligen DDR-Oberligisten. Derzeit liegt Mittweida mit 14 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und damit hinter den Riesaern. Bei der BSG lief es in der Hinrunde auch nicht nach Wunsch. Mit 16 Punkten liegen sie auf Platz 12 und damit in Reichweite für die Mittweidaer. Bei einer Niederlage würde sich die bedrohliche Situation aber weiter zuspitzen. Dessen ist sich Schneider bewusst: "Wir wissen, dass Riesa viele gute Fußballer in den Reihen hat, aber wir wollen mindestens einen Punkt mitnehmen." Er hoffe, dass seine noch junge Mannschaft bis zum Ende der Saison noch um den Klassenerhalt mitspielen wird. "Aber die Chancen, den Abstieg zu vermeiden, sehe ich bei knapp 20 Prozent."

In der Winterpause haben die Mittweidaer den Kader aufgestockt. Mit Maik Ebersbach kam ein Torhüter, der Erfahrungen aus der Regionalliga mitbringt. "Maik strahlt eine unglaubliche Ruhe von hinten aus und wird in der Rückrunde ein starker Rückhalt sein", sagt Schneider. Der ehemalige Keeper des FSV Budissa Bautzen hat sich mittlerweile gut in seinem neuen Verein eingelebt. "Die Mannschaft hat mich super aufgenommen, mir gefällt die Atmosphäre hier." In Mittweida stehe der Fußball im Vordergrund und nicht die Zahlen, so der 28-Jährige.

Franz Weinert (vorher SV Geringswalde/Schweikershain) und Tommy Uhlig (BSC Motor Rochlitz) sind die weiteren Neuzugänge. "Tommy und Franz haben zwar noch einige läuferische Defizite, aber fußballerisch besitzen beide hohe Qualität", so Schneider. Uhlig hat bereits einen deutlichen Leistungsunterschied zwischen der Mittelsachsenliga und der zwei Klassen höheren Sachsenliga ausgemacht. "Das Tempo ist viel höher und das Spiel viel intensiver, das gefällt mir", so der 23-Jährige. Für seine neuen Mannschaftskollegen wird er demnächst in die Geldbörse greifen müssen. Nicht aber, weil er dem Strafenkatalog zum Opfer fiel, sondern weil er beim 5:0-Testspielerfolg gegen Eintracht Sermuth am vergangenen Sonntag erstmals für seinen neuen Verein ins Netz traf. Nach dem Spiel forderten seine Mitspieler daher einen Kasten Bier für den ersten Treffer.

Schneider war mit dem Auftritt seiner Mannschaft gegen Sermuth zufrieden. Die gelungene Generalprüfung will er jedoch nicht zu hoch bewerten. "Ich bin lang genug im Geschäft, um zu wissen, dass man in einen Testspielsieg nicht so viel hineininterpretieren sollte. Was zählt, ist das Punktspiel in Riesa."

Fußball-Sachsenliga Sa., 14 Uhr: BSG Stahl Riesa - SV Germania Mittweida (Stadion an der Merzdorfer Straße), Busabfahrt ist in Mittweida 11.15 Uhr.

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