Mit Rückenwind ins Heimrennen

Nach ihrem erfolgreichen Ausflug nach Frankreich sind die Enduro-Piloten Edward Hübner und Luca Fischeder am Wochenende bei "Rund um Zschopau" am Start. Die Vorfreude ist bei beiden groß.

Penig/Geringswalde.

Kaum ist die Enduro-Weltmeisterschaft zu Ende gegangen, steht am Wochenende den beiden mittelsächsischen Piloten Edward Hübner und Luca Fischeder schon der nächste Höhepunkt bevor. "Rund um Zschopau" ist etwas ganz Besonderes, so die allgemeine These unter den Fahrern, die auch Edward Hübner nur zu gern unterstreicht: "Dort wird der Endurosport gelebt!"

Der Peniger gewann 2015 die Gesamtwertung des prestigeträchtigen Enduro-Klassikers und steht damit in der Historie auf einer Stufe mit Enduro-Größen wie Stefan Merriman und Christophe Nambotin, die im Erzgebirge auch jeweils einmal erfolgreich waren. Auch dieses Jahr wird er um den Gesamtsieg kämpfen. "Ziel ist es natürlich immer, aber ob es tatsächlich dazu kommt, wird sich zeigen", sagt der amtierende Deutsche Enduro-Meister der E2-Klasse, der sich für den vorletzten DEM-Lauf des Jahres eine ganz andere Taktik parat gelegt hat. "Ich mache mir keinen Stress, da ich meinen Titel aus eigener Kraft eigentlich nicht mehr verteidigen kann. Dafür liege ich relativ sicher auf dem zweiten Platz." Von daher möchte er einfach nur fahren, sein Bestes geben und Spaß haben, sagt er. "Ich hoffe, es wird eine richtig knackige Veranstaltung, denn so habe ich 'Rund um Zschopau' einfach am liebsten."

Und davon ist auszugehen. Denn neben drei kernigen Sonderprüfungen wird es noch eine knappe Etappe geben, auf der ordentlich am Gasgriff gedreht werden muss, um die Zeitvorgabe zu schaffen. "Das finde ich richtig gut", freut sich Hübner, der solche Herausforderungen liebt und durch seine vielen WM-Auftritte diese auch durchaus gewöhnt ist. Erst jüngst beim WM-Finale in Frankreich gab es eine richtig anspruchsvolle Streckenführung, welche die Fahrer auf das Äußerste forderte. "Derartig felsige Auffahrten ist man von Wettbewerben in Spanien und Portugal ja durchaus gewohnt. Doch diese dort waren aalglatt, hatten keinerlei Grip, sodass es teilweise in eine richtige Keilerei ausartete", blickt der 31-Jährige zurück. Der Peniger wurde in Frankreich Zwölfter und Elfter und schloss die WM damit in der stark besetzten E2-Klasse auf dem 10. Platz ab.

Auch Luca Fischeder hatte nach dem Finale richtig gute Laune. Zwar musste der Geringswalder am ersten Tag einen technischen Ausfall verkraften, doch am zweiten bewies er nochmals seinen Aufwärtstrend. "Ich bin wirklich happy", freute sich Fischeder angesichts des 7. Tagesranges, der ihn in der hart umkämpften Youth-Kategorie noch vom elften auf den neunten WM-Rang nach vorn brachte. "Schade, hätte ich auch am ersten Tag gepunktet, wäre sogar Platz 8 möglich gewesen. Aber auch so bin ich mit meiner ersten WM-Saison mehr als zufrieden." Der Geringswalder habe viel gelernt und unzählige Erfahrungen gesammelt, sagt er. "Ich denke, das wird mir jetzt auch in Zschopau zugutekommen." Auch für den 20-Jährigen zählt die Veranstaltung zu den Höhepunkten im Jahr. "Ganz klar, das Rennen hat einen hohen Stellenwert. Es ist eine richtig anspruchsvolle Geländefahrt mit sehr vielen Zuschauern an der Strecke, und für mich eine Art Heimrennen." Fischeder will unbedingt die Junioren-Klasse gewinnen und sich im Championat weiter verbessern.

Die erste Bewährungsprobe gilt es für die DEM-Fahrer bereits am Freitagabend mit dem Parallel-Prolog in Hohndorf zu meistern. Am Samstag müssen dann drei Runden, mit je drei verschiedenen Sonderprüfungen, auf der 85 Kilometer langen Strecke absolviert werden. Start ist ab 8 Uhr direkt vor dem Zschopauer Rathaus, gemeldet sind 340Fahrer aus acht Nationen.

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