Mittelsachse will sich neu empfehlen

Nach seinem Wechsel zu Zweitligist Sandhausen lief es für Fußballprofi Florian Hansch aus Erdmannsdorf nicht wie erhofft. Eine Leihe soll die Wende bringen.

Erdmannsdorf.

Zu Beginn des neuen Jahres haben sich bei Florian Hansch die Ereignisse überschlagen. Am 3. Januar erschien der Fußballprofi des Zweitligisten SV Sandhausen zum Trainingsstart, um sich nach der Winterpause auf die restliche Saison vorzubereiten. Doch dann bekam der Stürmer ein neues Arbeitspapier vorgelegt. Seit 10.Januar gehört der Erdmannsdorfer dem SV Wehen Wiesbaden an, der in der 3. Liga auf Platz6 liegt. Nur zwei Tage später stand Hansch bereits beim Testspiel seines neuen Vereins gegen Saarbrücken (2:4) für eine Halbzeit auf dem Platz.

"Mir wurde von Sandhausen empfohlen, mich bis zum Sommer ausleihen zu lassen, um Spielpraxis zu sammeln und dann zurückzukehren. Aber dafür muss ich weiterhin hart arbeiten", sagt der 23-Jährige. Wiesbaden hatte ihn bereits zu Saisonbeginn ein Angebot unterbreitet, verrät der Mittelsachse. Damals habe er sich aber für einen Wechsel in die 2. Liga entschieden, nachdem er bereits zwei Spielzeiten mit dem Chemnitzer FC in Liga 3 bestritt. Wohnungsmäßig muss sich Hansch für die Leihe nicht verändern - wobei sich der Weg zum Trainingsplatz aber von fünf Minuten auf eine Stunde verlängert hat.

Kurz nach dem Wechsel flog der Offensivakteur mit seinen neuen Teamkameraden ins Trainingslager nach Olivia Nova in Spanien. "Von den Jungs kenne ich zwar keinen persönlich, aber in der Liga habe ich schon gegen einige von ihnen gespielt", sagt Hansch.

Der Stürmer, der einst in Erdmannsdorf mit dem Fußballspielen begann, dann die Nachwuchsabteilung des Chemnitzer FC durchlief und dort den Sprung in die Männermannschaft schaffte, will in Spanien wieder Fahrt aufnehmen. Denn nach seinem Wechsel in die 2. Liga lief es für ihn nicht wie erhofft. In den ersten sechs Spielen brachte er es auf drei Einwechslungen, zuletzt am 21.September bei der 0:2-Niederlage gegen Köln. Dort sei es für ihn nicht so gut gelaufen, erklärt der schnelle Stürmer. Danach blieben ihm weitere Einsatzzeiten verwehrt.

Auch wenn Hansch im Sommer den Chemnitzer FC verlassen hatte, verfolgt er nach wie vor, was bei den Himmelblauen passiert. "Aber ein Glücksbringer bin ich offenbar nicht", sagt er mit einem Schmunzeln. Nach mehreren Anläufen gelang es ihm, in der Heimpartie am 10. November gegen Viktoria Berlin erstmals wieder auf der Tribüne zu sitzen. "Und prompt kassiert der CFC seine erste Saisonniederlage", so Florian Hansch.

Den Fokus legt der Erdmannsdorfer jetzt aber natürlich auf sein neues Team, das heute, 16 Uhr gegen Zweitligist St. Pauli testet. Zudem muss Hansch im Trainingscamp in der Nähe von Valencia noch eine weitere Hürde überspringen: Beim SV Wehen Wiesbaden ist es Gesetz, dass sich die Neuzugänge beim Mannschaftsabend mit einer Gesangseinlage vorstellen müssen.

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