Mittelsachsen laufen mit breiter Brust auf

Fortuna Langenau, der SV Lichtenberg und der BSC Freiberg gehen in der Fußball-Landesklasse auf Reisen. Mit leeren Händen will keiner zurückkommen.

Langenau.

Alle Details seiner taktischen Marschroute wollte Trainer Matthias Zänker vor dem Gastspiel seiner Mannschaft bei Chemie Dohna natürlich nicht verraten. Kein Geheimnis ist, dass der SV Fortuna Langenau auch am 4. Spieltag der Fußball-Landesklasse von Kapitän Philipp Musch auf den Rasen geführt wird. Der defensive Mittelfeldspieler kickte schon bei den Lan- genauern, als die noch in der Mittelsachsenklasse (8. Liga) spielten und Zänker 2016 dort den Trainerposten übernahm. "Eigentlich hat mich Philipp zur Fortuna gelotst", blickt Zänker auf die erste Kontaktaufnahme mit den Langenauern zurück.

Aber deshalb erhob der Übungsleiter den 26-Jährigen nicht in den Rang eines Spielführers. "Ich habe ihn zum Kapitän bestimmt, weil er ein äußerst zuverlässiger Ansprechpartner und in der Lage ist, die jungen Spieler zu führen. Außerdem sind seine fußballerischen Qualitäten unbestritten", erklärt Zänker, dem der Akteur schon lange vorher aufgefallen war. Musch hatte seine ersten Schritte auf dem Sportplatz in Leubsdorf gemacht, spielte danach schon einmal für Langenau und kehrte nach einem Ausflug zum VfB Fortuna Chemnitz schließlich in den Brand-Erbisdorfer Ortsteil zurück. In Dohna will der Kapitän mithelfen, dass Fortuna im Duell der Aufsteiger nicht mit leeren Händen nach Hause fährt. Während die Zänker-Elf vier Zähler auf dem Konto hat, wartet Chemie nach zwei Remis noch auf den ersten Sieg. "Wir wollen zielstrebig nach vorn spielen und punkten", so der Trainer, der verletzungsbedingt jedoch nicht seine Wunschelf aufbieten kann.

Auch sein Lichtenberger Kollege Manuel Kluge muss im Duell beim Meißner SV auf einige Spieler verzichten, will deshalb aber kein Klagelied anstimmen. "Wir haben einen breiten Kader, dem ich voll und ganz vertraue", stellt der Trainer des Tabellensechsten klar. Der Kontrahent, der auf Rang 11 notiert ist, zählt aber keinesfalls zu den Lieblingsgegnern der Erzgebirger. "Ich kann mich nicht erinnern, dort jemals etwas geholt zu haben. Doch nach zwei Siegen laufen wir mit viel Selbstvertrauen auf", sagt Kluge. Als Minimalziel hat der SVL-Coach einen Zähler ausgerufen.

Obwohl der BSC Freiberg bisher alle drei Spiele gewonnen hat und mit 9 Punkten von der Tabellenspitze grüßt, erkannte Trainer Rico Thomas im Auftreten seiner Männer ein paar grobe Stellen, die es abzuschleifen gilt. "Wir haben nur einmal richtig überzeugt und zweimal mit Glück einen Dreier eingefahren", sagt der Coach. Nun wollen die Bergstädter beim Tabellenachten Bannewitz (4 Punkte) nicht nur gewinnen, sondern auch spielerische Akzente setzen. Da kommt es dem Team sicher entgegen, dass Sebastian Krause nach zwei Wochen Urlaub wieder in den Kader rückt. "Er bringt Ideen in unser Offensivspiel und sorgt oft dafür, dass der letzte Pass auch tatsächlich ankommt", lobt Thomas.

Da auch Patrice Göll wieder zur Verfügung steht, ergeben sich für den BSC-Trainer einige Alternativen mehr. "Damit sind wir wieder schwerer ausrechenbar."

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