Mittelsachsens Kicker stürmen nach vorn

In der ersten Saison nach dem Aufstieg in die Sachsenliga spielte der BSC Freiberg eine famose Serie. In der Landesklasse ist der SV Germania Mittweida zu einem Spitzenteam gereift, und auch der SV Lichtenberg sowie der TSV Flöha haben sich auf Landesebene etabliert.

Freiberg/Mittweida.

Auf Ebene des Sächsischen Fußballverbandes sind in der vergangenen Saison drei Mannschaften aus Mittelsachsen an den Start gegangen. In der Sachsenliga war es für den BSC Freiberg die sofortige Rückkehr nach dem Abstieg, in der Landesklasse Mitte kämpften Germania Mittweida und der SV Lichtenberg um Punkte. Dazu kam im Sommer noch der TSV Flöha.

BSC locker zum Klassenerhalt

In einer starken Sachsenliga 2014/15 konnten sich die Freiberger diesmal als Aufsteiger nicht nur behaupten, sondern auch einige Ausrufezeichen setzen. Mit Chemie Leipzig, International Leipzig und dem Bischofswerdaer FV gab es drei Aspiranten auf den Aufstieg. Beim FC International gewannen die Freiberger sogar mit 3:2. Gegen Saisonende ließen es die Schützlinge von Steve Dieske gegen Hohenstein-Ernstthal (6:1), bei Empor Glauchau und zuhause gegen Kickers Markkleeberg (jeweils 4:1) ebenfalls noch einmal richtig krachen. Durch eine mit 24 Punkten starke Rückrunde kam der BSC letztlich auf einem sehr guten 9. Tabellenplatz an. Mit 56 erzielten Treffern hatten die Bergstädter zudem die viertbeste Offensive der Liga, erzielten dabei sogar zwei Treffer mehr als Meister Bischofswerda. Rico Thomas war mit 16 Toren erfolgreichster Schütze in den BSC-Reihen. Er wechselte nach Saisonende allerdings zu seinem Heimatverein TSV Falkenau. Mit Stephan Krondorf und Ronny Singer verließen zwei weitere Akteure den BSC. Aber vor allem durch den Abgang von Thomas musste das Spielsystem umgestellt werden. Und dass das zweite Jahr nach dem Aufstieg meist das schwerste ist, zeigt sich derzeit auch bei den BSC-Kickern. Mit vier Siegen aus 16 Spielen stehen sie zur Halbzeit 2015/16 auf dem 13. Tabellenplatz - und damit nur einen Rang und zwei Punkte vor der Abstiegszone.

Fußball-Leuchtturm Nummer zwei in Mittelsachsen ist der SV Germania Mittweida. Auch wenn Trainer Uwe Schneider stets den Ball flach hält: Das Team hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es in die Spitzengruppe der Landesklasse Mitte gehört. Aktuell steht die Schneider-Elf da, wo sie auch am Ende der vergangenen Saison stand - auf Platz 2. Von November 2014 bis in den Herbst legten die Mittweidaer eine famose Serie hin und blieben in der Liga stolze 23 Spiele in Serie ohne Niederlage. Das von Schneider revidierte Ziel, in der Winterpause unter den besten drei Mannschaften zu sein, haben seine Schützlinge erreicht. "Wir können auf unsere Leistungen in diesem Jahr wirklich stolz sein", sagte der Germania-Trainer. Dass sein Team der Rückrunde der alten Saison ohne Niederlage blieb, hatte er eigentlich als zu große Hypothek eingeschätzt, vor allem in mentaler Hinsicht. Jetzt ist sogar Schneider beeindruckt, wie seine Mannschaft die Form in der Sommerpause konservieren konnte.

Lichtenberg voll im Soll

Der SV Lichtenberg hat in seiner ersten Saison nach dem Aufstieg den Klassenerhalt erreicht. In der Hinrunde punktete das Team von Swen Hennig besonders mit seiner Heimstärke gegen direkte Konkurrenten - in der Rückrunde kamen dann endlich auch Auswärtssiege dazu. Letztlich hielten die Lichtenberger sicher die Klasse. "Damit haben wir unser Ziel erreicht und können sehr zufrieden sein", zog Trainer Swen Hennig im Sommer Bilanz. Zudem habe sich die Mannschaft immer mehr gefunden und stabilisiert. "Das war unser großes Ziel, denn so haben wir eine solide Grundlage geschaffen." Nach der Hinrunde 2015/16 stehen die Lichtenberger als Elfte mit 13 Punkten ebenfalls über dem Strich, haben fünf Punkte plus auf einen Abstiegsrang, auch wenn das Team zwischenzeitlich sogar den Kurs oberes Mittelfeld eingeschlagen hatte.

Aufsteiger TSV Flöha steht aufgrund der besseren Tordifferenz sogar noch vor den Lichtenbergern. Nach einigen Startschwierigkeiten haben die Männer von Matthias Zänker gezeigt, dass sie in die Landesklasse gehören - auch wenn der TSV nur als Dritter der Mittelsachsenliga "reingerutscht" war.

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