Mittweidaer finden kein Mittel

Für die Basketballer der HSG gab es beim 76:92 in der Landesliga nicht zu holen. Der TSV Dittersbach schnupperte zuhause zumindest lange am Sieg.

Mittweida/Dittersbach.

Ein gelungenes Adventswochenende sieht aus sportlicher Sicht für die Landesliga-Basketballer der Region sicherlich anders aus: Zum einen verlor der TSV Dittersbach am Sonntag gegen den BC Dresden II zuhause mit 60:74, zum anderen kam die HSG Mittweida beim Mittelsachsenderby in Freiberg mit 76:92 unter die Räder. Der ATSV spielte in Person von Rico Knoth und Mishell Shirchinbal die HSG-Abwehr schwindelig. Knoth kam auf 35 Zähler und Neuzugang Shirchinbal auf 27. Beide hatten maßgeblichen Anteil am Start-Ziel-Sieg der Gastgeber.

"Wir haben alles probiert - Mannverteidigung, Zonenverteidigung, wieder zurück auf Mann. Nichts hat geholfen", sagte Mittweidas Spielertrainer Sacha Poppitz. Die Aufbauspieler des Gegners hätten seinem Team reihenweise Bälle eingeschenkt. "Und wenn die Würfe daneben gingen, standen unter dem Korb immer noch Freibergs zwei, drei Große, die sich Abpraller schnappten und den Miners weitere Versuche ermöglichten", berichtete Poppitz.

Der Größenvorteil wurmte ihn aber nicht so sehr. Viel mehr habe sein Team in der eigenen Offensive keinen guten Tag erwischt: "Wir haben schlecht zusammen gespielt." Immer wieder verleitete die sehr präsente Freiberger Defensive die Gäste zu Einzelaktionen, die aber nicht von Erfolg gekrönt waren. So lag Mittweida zur Halbzeit 36:58 zurück. Auch in den restlichen beiden Vierteln erging es der HSG nicht besser: "Ständig haben die Freiberger unsere Passwege zugemacht und den Ball geklaut", so der Mittweidaer Coach. Neben Schnellangriffen war es auch die körperliche Überlegenheit der Miners, "die uns ganz schon zugesetzt hat".

Wesentlich besser kamen die Dittersbacher gegen die Gäste aus Dresden in die Partie. Mit 8:0 drehten die Hausherren auf. Die BC-Akteure ließen sich aber nicht verunsichern, wachten auf und begegneten dem TSV von da ab auf Augenhöhe. Dittersbach startete bei 50:49 ins letzte Viertel. "Doch dann ging es dahin", berichtete TSV-Abteilungsleiter Patrick Fuhrmann. "Uns hat es in den letzten Minuten eindeutig an Kraft gefehlt. Dresden ist davongezogen, und so sieht der Sieg am Ende eindeutiger aus, als er wirklich war."

Vor allem René Grunwald stemmte sich bei den Dittersbachern mit 21Punkten gegen die Niederlage. "Mit seiner Treffsicherheit und drei verwandelten Dreiern hat er uns lange im Spiel gehalten", so Fuhrmann, der seine eigene Ausbeute von vier Punkten als verbesserungswürdig ansah. Auch wenn die Mannschaft aktuell auf dem 9. und damit letzten Platz der Landesliga-Tabelle liegt, sei er nicht nervös: "Die Spiele, die für uns zählen, kommen noch."

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