Mittweidaer Kicker rennen 90 Minuten lang vergebens an

Im letzten Heimspiel der Hinrunde in der Fußball-Sachsenliga musste sich der SV Germania gegen Aufsteiger Wilsdruff mit einem 0:0 begnügen. Dennoch waren die Gastgeber nicht unzufrieden.

Mittweida.

Im letzten Heimspiel des Jahres ist es für Mittweidas Landesliga-Fußballer am Sonntagnachmittag darum gegangen, die Niederlagenserie der vergangenen Wochen zu stoppen. Gegen das Tabellenschlusslicht Motor Wilsdruff gelang am Ende mit dem torlosen Remis zumindest ein Teilerfolg. Trainer Uwe Schneider hatte im Vorfeld an die "alten" Tugenden seiner Männer appelliert und war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nach den 90 Minuten hoch zufrieden: "Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. In unserer derzeitigen Situation war es vor allem wichtig, dass hinten mal wieder die Null steht." Das habe die Mannschaft hervorragend gemacht: "Maik Ebersbach musste nicht einen gefährlichen Torschuss halten."

Von der ersten Minute an gingen die Platzherren dabei entschlossen zu Werke und drängten den Gegner zumeist weit in dessen Hälfte. Bei zwei Distanzschüssen von Silvio Grötzsch (3.) und Roy Blankenburg (10.) fehlte es noch an der Präzision. Die erste Großchance ergab sich in der 13. Minute, als Felix Ebert den Ball von der rechten Außenbahn vor das Tor brachte und Kevin Frieden am starken Wilsdruffer Keeper Michael Arnold scheiterte. Auch in der 23. Minute stand der Gäste-Schlussmann bei einem strammen Schuss von Toni Hahn aus halblinker Position goldrichtig. Bis zur Pause dominierten die Gastgeber weiter das Geschehen, allein die Tore fehlten.

Auch in der 2. Halbzeit änderte sich das Bild nicht. Germania rannte weiter an, kam gegen die dicht gestaffelte Gästeabwehr jedoch nur selten entscheidend durch. In der 50.Minute passte Philipp Krasselt nach einem schnellen Gegenzug in den Lauf von Tobias Grau, dem im Abschluss aber die letzte Entschlossenheit fehlte. In der 62. Minute kam Hahn nach einem Standard von Ebert frei zum Kopfball, doch erneut war Torwart Arnold noch mit den Fingerspitzen dran und lenkte das Leder an den Pfosten.

Die Führung für die Mittweidaer wärezu diesem Zeitpunkt längst verdient gewesen. Wilsdruff spielte weiter äußerst destruktiv und nutzte jede sich bietende Gelegenheit, um Zeit von der Uhr zu nehmen. Allerdings versuchten es die Mittweidaer nun zunehmend mit der Brechstange, anstatt spielerisch zum Erfolg zu kommen. Zudem mussten sie ständig hellwach sein, um nicht in einen Konter der Gäste zu laufen.

In der 89. Minute ergab sich nach einer Flanke von Hannes Ryssel die letzte Gelegenheit für Roy Blankenburg, doch noch den verdienten Siegtreffer zu erzielen. Sein Kopfball ging jedoch neben das Tor der Gäste, und so endete die Partie 0:0.

Trotz des bitteren Beigeschmacks, sich selbst nicht für eine kämpferische Leistung belohnt zu haben, war es für Germania ein Schritt in die richtige Richtung. Mit dieser Einstellung ist auch im Nachholspiel am kommenden Samstag in Radebeul etwas Zählbares drin - um dann in der Winterpause neue Kraft für die Rückrunde schöpfen.

StatistikGermania Mittweida: Ebersbach - Kuhl, Salim, Hahn, Ryssel - Frieden, Ebert (82. Hönig), Grötzsch, Krasselt - Blankenburg, Grau (67. Heinrich) Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Wadewitz (Leipzig) - Zuschauer: 63

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