Mittweidaer Senioren haben viel vor

Die älteren Kegler des TSV Fortschritt steigen in die 2. Verbandsliga auf. Dort wollen sie aber nicht auf Dauer bleiben.

Mittweida.

Seit rund drei Wochen dürfen die Kegler des TSV Fortschritt Mittweida wieder ihrem Hobby nachgehen und auf den Bahnen am Schützenplatz trainieren. "Aber nur einzeln und mit Hygieneauflagen", sagt TSV-Senior Siegfried Meier. Für seine Mannschaft gab es trotz der Corona-Pause etwas zu feiern: Durch den Saisonabbruch stand sie vorzeitig als Bezirksmeister und Aufsteiger in die 2.Verbandsliga fest.

"Eine große Fete haben wir aber noch nicht gemacht", sagt Siegfried Meier. Lediglich die Urkunden und Medaillen haben die Mittweidaer in der Zwischenzeit bekommen. Ein Spieltag hätte in der abgebrochenen Saison noch absolviert werden müssen. Die Mittweidaer standen dabei mit 22:4 Punkten an der Spitze der Bezirksliga, hätten vom ESV Lok Chemnitz noch abgefangen werden können."Wenn man dann gewinnen muss, um aufzusteigen, setzt manchmal das große Flattern ein", erklärt Siegfried Meier mit einem Schmunzeln.

Insofern kam es für die Mittelsachsen gar nicht ungelegen, dass die Saison so gewertet wurde. "Zumal wir in der Serie zuvor den Aufstieg knapp verpasst hatten", so Meier. Damals stand Fortschritt punktgleich mit Aufsteiger Rot-Weiß Werdau vorn, doch die Westsachsen hatten das bessere Satzverhältnis aufzuweisen. Mit der Rückkehr in die 2.Verbandsliga klappt es nun ein Jahr später. Vor zwei Jahren waren die Mittweidaer aus dieser abgestiegen. Nach Ronald Ring (544 Kegel im Durchschnitt) und Thomas Troll (542) war Siegfried Meier der drittbeste Kegler seines Teams (537).

"Nun möchten wir uns im ersten Jahr zunächst einmal an die Liga gewöhnen und natürlich den Klassenerhalt schaffen", sagt Meier. "Trotzdem wollen natürlich zeigen, dass die Gegner wieder mit uns rechnen müssen." Das Mittweidaer Team blickt auf eine lange Historie auf Verbandsebene zurück. "Wir haben schon Jahrzehnte da oben gespielt", so der TSV-Senior. Höhepunkt war der 2. Platz in der 1. Verbandsliga im Jahr 2006. Da der damalige Meister auf sein Startrecht bei den Deutschen Meisterschaften verzichtete, durften die Mittweidaer nachrücken und nach München reisen. "Dort waren am Ende das beste sächsische Team", erinnert sich Meier. Platz 11 sprang damals heraus.

Mit Meier und Joachim Klöden stehen noch zwei TSV-Spieler von damals im Kader. Perspektivisch möchte die Truppe noch einmal die 1. Verbandsliga angreifen. "Wir denken schon, dass das noch einmal machbar ist", sagt der 66-Jährige. Übernächste Saison wechsele mit Uwe Ruppert ein starker Kegler von den Männern zu den Senioren.

Doch nun heißt es Grundlagen schaffen, ehe voraussichtlich im September die Saison beginnt. "Das Training ist jetzt gut für die Muskulatur, und das Abräumen klappt wieder", so Meier. Und Bücken muss er sich ohnehin oft. "Wenn nicht auf der Kegelbahn, dann im Garten wegen des Unkrauts."

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