Motor fährt erste Punkte ein

Die Rochlitzer Handballerinnen haben das Bezirksklasse-Derby in Mittweida mit 25:21 für sich entschieden. Von der Bezirksliga-Spitze grüßen weiter die Mittweidaer Männer.

Die Rochlitzerin Kerstin Eckelt wurde zwar oft gestellt, erzielte beim Auswärtssieg ihres Teams beim TSV Fortschritt Mittweida dennoch fünf Tore.

Von Robin Seidler

Nach der Auftakt-Niederlage gegen den VfB Flöha in der Vorwoche haben die Handballerinnen des BSC Motor Rochlitz am Sonntag gezeigt, dass sie als Aufsteiger in der Bezirksklasse mithalten können. Sie gewannen das mittelsächsische Derby beim TSV Fortschritt Mittweida mit 25:21 (16:11). Für die Mittweidaer Frauen war es dagegen bereits die zweite Saisonniederlage.

"Es war eine starke Mannschaftsleistung von den Mädels, und sie wollten in Mittweida von Beginn an zeigen, dass sie gewinnen wollen", sagte der Rochlitzer Trainer Daniel Eckelt. Sein Team erwischte am Schwanenteich einen Start nach Maß: Bereits nach sechs Minuten war es mit 4:1 in Führung. In der Folge war es ein Duell auf Augenhöhe, wobei die Rochlitzerinnen von ihrem am Anfang herausgespielten Vorsprung zehrten. Beim Stand von 16:11 für den Aufsteiger wurden die Seiten gewechselt.

"Die Mädels mussten in der zweiten Halbzeit dennoch mehr Cleverness und Konzentration in der Offensive zeigen", so Eckelt. Nach 45Minuten führte sein Team mit 23:17, kassierte dann aber zwei Zeitstrafen. Die Mittweidaerinnen nutzten diese, um auf drei Tore heranzukommen. "In dieser Phase ist uns zwölf Minuten lang kein Tor gelungen", sagte Eckelt. Doch knapper als der Drei-Tore-Abstand wurde es in der Schlussphase nicht mehr. Durch den Sieg schoben sich die Rochlitzerinnen auf Platz 8, die Mittweidaer Frauen rangieren ohne Punkt dagegen auf Platz 11.

Für die Fortschritt-Männer sieht die Welt nach zwei Spieltagen dagegen ganz anders aus. Durch den 36:29 (19:12)-Heimsieg gegen den HC Fraureuth festigten sie ihre Tabellenführung. "Garanten für den Sieg waren die Mannschaftsleistung, eine solide Abwehr mit den Torhütern sowie starke und treffsichere Angriffsspieler wie Kay Schröder und Eduard Sabot", sagte TSV-Trainer Steffen Kopasz. Vor allem schaffte es die Mittweidaer Abwehr, die drei Fraureuther Schlüsselspieler aus der Partie zu nehmen. Dazu steuerte Eduard Sabot in den ersten Minuten gleich fünf Tore bei. Bereits nach 13Minuten sahen sich die Gäste beim Stand von 8:3 für Mittweida gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Doch danach änderte sich nichts. Die Hausherren bauten ihre Führung bis zur Pause auf 19:12 aus. In der zweiten Halbzeit machten es sich die Fortschritt-Handballer einige Male selbst schwer, indem sie sich mit Zeitstrafen aus dem Spiel nahmen. Zehn Minuten vor Schluss kamen die Gäste auf fünf Tore heran, doch in Gefahr geriet der Mittweidaer Erfolg nicht mehr.

Bei Fortschritt wirkte zudem ein Neuzugang mit. "Mit Matti Schott, der in der vergangenen Saison für den Verbandsligisten SSV Chemnitz-Rottluff aufgelaufen ist, können die Männer auf eine echte Verstärkung auf der rechten Seite bauen", sagt die Mittweidaer Handballchefin Grit Kopasz. Den Neuzugang zieht es auch aus privaten Gründen in die Region, sodass ein Wechsel nahelag, so Kopasz.

Am kommenden Sonntag treffen die Mittweidaer im Spitzenspiel zuhause auf den VfB Lengenfeld. Beide Teams haben bisher keine Punkte abgegeben. (mit gbö)

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