Motor kommt spät auf Touren

Die Rochlitzer Fußballer haben den SV Mulda mit 3:0 bezwungen. Das spiegelte gestern allerdings die Kräfteverhältnisse überhaupt nicht wider.

Rochlitz.

Irgendwie hatte der Trainer des SV Mulda gestern in der Halbzeit seines Gastspiels beim BSC Motor Rochlitz eine böse Vorahnung. "Hauptsache wir belohnen uns für die gute Leistung und der Gegner schießt nicht wieder die Tore", sagte David Kirsch beim Gang in die Kabine. Seine Vorahnung wurde Realität. Die Muldaer lieferten eine ansehnliche Partie, doch die Tore schossen die Rochlitzer, die mit 3:0 (0:0) gewannen.

"In so schlechter Form wie diesmal erwischen wir die Rochlitzer sicherlich kein zweites Mal", sagte Kirsch nach dem Abpfiff. Generell habe es seine Mannschaft verpasst, sich für ihren Aufwand zu belohnen. "Wir hatten wirklich die Chance, hier sogar drei Punkte mitzunehmen. Doch dafür muss der Ball auch ins Tor." Sein Rochlitzer Trainerkollege Thomas Müller sah es ähnlich. "Natürlich ist unser Sieg am Ende viel zu hoch ausgefallen, doch aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit ist er für mich nicht einmal unverdient."

Es war für die Rochlitzer Spieler gestern allerdings auch nicht schwer, sich gegenüber dem ersten Durchgang zu steigern. Sie hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn taktisch sehr disziplinierte Muldaer zur Pause vorn gelegen hätten. Eine Rochlitzer Torchance gab es da nicht, bei den Gästen vergaben Kai Walther und Florian Buchau die größten Möglichkeiten.

In der 56. Minute war eine Einzelaktion nötig, damit die Rochlitzer zur glücklichen Führung kamen: Kapitän Leon Nöbel setzte sich auf der rechten Seite durch und wurde im Strafraum zu Fall gebracht. "Ein absolut unnötiges Foul", so David Kirsch. Den fälligen Elfmeter verwandelte Tommy Uhlig souverän. Im Anschluss drückten die Muldaer auf den Ausgleich, vergaben aber durch Erler und Stein weitere Chancen. Als sich den Rochlitzern die Räume boten, schraubten Ackermann (76.) und wiederum Uhlig (83.) das Ergebnis noch in die Höhe. Die Muldaer verloren letztlich nicht nur das Spiel, sondern auch ihren Kapitän Andy Lippmann. Dieser sah kurz vor Ende der Partie noch die Gelb-Rote Karte, weil er zu heftig reklamiert hatte. (rosd)

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