Motor nimmt langsam Fahrt auf

Die Fußballer des Kreises holen Schwung für die neue Saison. Zwei Wochen vor dem scharfen Start testeten die meisten Mittelsachsenligisten erfolgreich.

Brand-Erbisdorf/Flöha.

Auch ohne Trainer kann es prima laufen: Die Fußballer des FSV Motor Brand-Erbisdorf haben am Sonnabend mit dem 2:0 bei TuS Großschirma ihren zweiten Sieg im dritten Test gefeiert - obwohl mit Steffen Teichert und Mario Jurk beide Trainer des Mittelsachsenligisten nicht dabei waren. "Sie sind noch im Urlaub, werden danach aber natürlich auf die Trainerbank zurückkehren", sagt Peter Zeidler, der Vorsitzende des FSV Motor, und schmunzelt. Mit Markus Weihs leite aktuell ein verletzter Spieler das Training und betreute das Team bei zwei Tests.

Mit Erfolg: In der Vorwoche gab es ein 5:1 gegen Kreisligist Bobritzscher SV, in Großschirma stellten Pierre Schulz (33.) und Hoang Nam Ngo (42.) noch vor der Pause den 2:0-Endstand her. Nur im ersten Test war Motor noch nicht richtig in Fahrt: 1:4 hieß es bei Krokusblüte Drebach - wobei diese Partie vor dem Urlaub der beiden Trainer lag ...

Vereinschef Zeidler hofft, dass allen diesmal ein Drahtseilakt wie in den vergangenen zwei Jahren, als sich die Brander gerade so vor dem Abstieg retteten, erspart bleibt. Die Mannschaft sei bis auf Hannes Reinke (BSC Freiberg II) und Charly Steiger (Zuger SV) zusammengeblieben. Die Lücken soll der Nachwuchs schließen: Drei A-Junioren rücken in den Kader des Vorjahres-13..

Mit einem neuen Trainer geht der TSV Langhennersdorf in die neue Saison. Nach dem Rücktritt von Sven Butze, der die Mannschaft fast acht Jahre betreute und nie schlechter als Platz 10 einkam, übernimmt Rudi Lassen. Der 58-Jährige trainierte zuletzt die Löbtauer Kickers (Stadtliga Dresden) ab. "Er ist ein erfahrener Trainer, und die Eindrücke in den Tests lassen hoffen", sagt der Langhennersdorfer Fußballchef Ulrich Butze. In Dittmannsdorf drehte der TSV einen 0:1-Pausenrückstand noch zum 4:1, zuvor gab es ein 4:2 gegen Lok Chemnitz. Man habe keine Zu-, aber auch keine Abgänge zu verzeichnen, erklärt Butze, der bereits seit 1972 an der Spitze der Abteilung Fußball in Langhennersdorf steht. "Ich hoffe, dass wir mit dem Team wieder im Mittelfeld landen können", so der 74-Jährige.

Ebenfalls ein neues Gesicht gibt es auf der Trainerbank des SV Mulda: Karsten Stehr übernahm den Vorjahressiebten der Mittelsachsenliga. Der frühere Spieler von Blau-Weiß Naundorf erlebte in der Vorbereitung ein Wechselbad der Gefühle: Einem 4:0 in Neuhausen folgte am Freitag ein 0:6 beim SV Blau-Weiß Deutschneudorf (Erzgebirgsliga) - dem sich einen Tag später ein 10:2 bei der SpG Halsbrücke/Conradsdorf anschloss. "Die Mannschaft hat zumindest ordentlich Spielpraxis gesammelt", sagt René Moritz. Der 33-Jährige teilt sich in Mulda mit Sven Stein in die Aufgaben des Abteilungs- und des Jugendleiters. In Deutschneudorf sei nicht alles schlecht gewesen, ebenso wie beim 10:2 gegen Kreisligist Halsbrücke nicht alles geglänzt habe, so Moritz.

Auch der Oederaner SC war am Wochenende voll gefordert: Die Mannschaft absolvierte nicht nur ein dreitägiges Trainingslager, sondern auch zwei Spiele. Dabei gewann die Truppe von Nils Hähner gegen das "Traditionsteam Leithoff", in dem auch einige Ex-Profis standen, durch Tore von Ronny Lippold und Kevin Thiele 2:0 (0:0). "Das hat viel Spaß gemacht - zumal vor 200 Zuschauern", berichtet Hähner. Unter den Gästen war auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der sich mit der Oederaner Stadträtin Susan Leithoff, Initiatorin der Partie, sogar um den Grill kümmerte. Am Sonntag unterlag der OSC dann Landesklasse-Aufsteiger Klaffenbach 0:5. "Dort war den Spielern das Trainingslager deutlich anzumerken", so der OSC-Trainer.

Mit 4:1 bezwang Vizemeister TSV Großwaltersdorf/Eppendorf den SV Grün-Weiß Niederwiesa. Louis Morgenstern und David Krauße (2) sorgten bis zur Pause für ein 3:0, kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Robin Lenke auf 4:0. Den Ehrentreffer für die Grün-Weißen erzielte Ingo Meier. "Wir haben uns gegen einen disziplinierten Gegner erst schwer getan, dann aber die Regie übernommen", sagt der Großwaltersdorfer Trainer Robert Hohlfeld, der dem Kontrahenten ein gutes Zeugnis ausstellt: "Niederwiesa wird in der Kreisliga sicher eine gute Rolle spielen." Der TSV Flöha bezwang im heimischen Auenstadion Adorf mit 4:0 (1:0). "Nach knackigen Trainingseinheiten hatten meine Jungs in der ersten Hälfte schwere Beine. Dann lief es viel besser", sagt Flöhas Trainer Mirko Schwoy. Für den TSV trafen Klinner, Eckardt, Mittmann und Hunger.

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