Motor: Noch Sand im Getriebe

Zum Abschluss der Vorbereitung haben die Rochlitzer Fußballer gestern gegen Germania Chemnitz mit 1:4 (1:2) verloren. Dennoch war für die Verantwortlichen ein Aufwärtstrend erkennbar.

Rochlitz.

Ergebnisse in Saisonvorbereitungsspielen haben für den Rochlitzer Fußball-Abteilungsleiter Haiko Stäbler normalerweise wenig Aussagekraft. "Doch das 1:10 in Limbach-Oberfrohna war in der vergangenen Woche schon deftig", sagte er gestern. Als er zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Vater-Jahn-Stadion kam, dürfte ihm etwas wohler gewesen sein. Die Rochlitzer lagen zu diesem Zeitpunkt gegen den TSV Germania Chemnitz nur 1:2 zurück, fingen sich kurz darauf zwei weitere Gegentore. Bei der 1:4 (1:2)-Niederlage blieb es schließlich auch.

"Wichtig ist, dass sich die Mannschaft in diesen Tagen findet und die Abläufe besser werden", sagte Stäbler. Das war gestern durchaus der Fall, angesichts der Leistung in der Vorwoche war die Leistungssteigerung allerdings auch kein großes Wunder. Die Chemnitzer bestimmten von Beginn an die Partie, doch die Rochlitzer warfen sich in jeden Schuss und versuchten so, auf ihre Art Wiedergutmachung zu betreiben. Zudem gelangen Eric Rump im Tor der Gastgeber einige sehenswerte Paraden, die den Schaden in Grenzen hielten - auch mit Hilfe des Pfostens. Beim 0:1 in der 10. Minute war Rump machtlos.

Praktisch mit dem einzigen konsequent vorgetragenen Angriff im gesamten Spiel erzielten die Rochlitzer den Ausgleich. Nachdem Rump einen Eckball in der Luft fing und das Spiel über die linke Seite eröffnete, sprintete Dominic Ackermann bis zur Grundlinie durch. Seine scharfe Eingabe musste Torjäger Tommy Uhlig nur noch über die Linie drücken (23.). Danach übernahmen allerdings die Gäste sofort wieder das Zepter und gingen noch vor der Pause erneut in Führung (43.). Nach dem Seitenwechsel bauten sie diese mit zwei weiteren Treffern (47., 59.) aus. Rochlitz kam in einer Schlussphase, die von viel Leerlauf geprägt war, durch Tim Scheibners Schussversuch noch einmal in Tornähe. Doch hier flog der Ball über die Latte.

Da der Rochlitzer Trainer Thomas Müller gestern im Urlaub weilte, übernahmen mit Torsten Jandt und Markus Heinich zwei Spieler die sportliche Führung beim Testspiel. "Ich glaube schon, dass die Mannschaft eine Trotzreaktion nach dem Spiel in Limbach-Oberfrohna gezeigt hat", sagte Jandt, der in der Schlussphase als Rechtsverteidiger eingewechselt wurde. "Natürlich sieht das Ergebnis mit 1:4 erst einmal schlecht aus, doch die Mannschaft hat diesmal die Zweikämpfe angenommen und auch taktisch viel disziplinierter agiert." Mit zwei Niederlagen und einem Sieg seien die Ergebnisse der Testspiele des Sommers dennoch nicht so berauschend, so Jandt.

Er selbst wirkt zudem in der Fußball-Abteilung beim BSC mit und war in diesem Sommer viel unterwegs für den Verein. "Es hat ja erst einmal gedauert, bis wir einen neuen Trainer gefunden haben." Zudem sei seiner Meinung nach die Sommerpause zu kurz für die Vorbereitung. "Im Prinzip hatten wir bis jetzt nur drei Wochen Zeit, um uns zu finden. Und selbst jetzt sind noch einige Spieler im Urlaub und kehren praktisch mit dem Pflichtspielstart erst zurück."

Am kommenden Sonntag steht für die Rochlitzer Fußballer dabei gleich ein richtungsweisendes Spiel in der Mittelsachsenliga auf dem Programm. Sie gastieren beim FSV Motor Brand-Erbisdorf, eine Woche später gastiert zum ersten Heimspiel gleich der TSV Flöha an der Zwickauer Mulde. Dass die Mannschaft gleich ordentlich gefordert wird, wissen die Verantwortlichen. "Ich glaube auch, dass das Team das Potenzial hat, um mitzuhalten. Sie muss es in den kommenden Spielen dann nur abrufen", sagt Jandt.

Er wünscht sich dabei allerdings, dass die Junioren-Spieler etwas mehr mitziehen. "Einige sind sehr zuverlässig, andere hingegen lassen es ziemlich schleifen."

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