Nach Aufstieg gleich vorn dabei

Simon Connor Primm hat die Deutsche Kart-Meisterschaft als Fünfter abgeschlossen. Nun geht der Blick weiter nach oben.

Großschirma.

Mit coronabedingt neun Rennen in 14 Wochen hatte Kart-Pilot Simon Connor Primm in diesem Jahr eine sehr komprimierte Saison - auf die er aber mit Stolz zurückblicken kann. In den beiden wichtigsten und am härtesten umkämpften Serien, der Deutschen Kart-Meisterschaft (DKM) und dem ADAC-Kart-Masters, durfte sich der 15-jährige Großschirmaer über die Ränge 5 und 9 in der Königsklasse Deutscher-Schalt-Kart-Cup beziehungsweise in der KZ2 freuen.

"Besonders mit meiner Meisterschaftssaison bin ich sehr zufrieden. Wir hatten hier und da mal ein bisschen Pech mit diversen Strafen, wodurch mir der eine oder andere Podestplatz verloren ging", sagt Simon Connor Primm. Zudem sei er in diesem Jahr zum ersten Mal bei Regen gefahren, wo er sich ebenfalls bessere Ergebnisse ausgerechnet habe. "Das Quäntchen Glück hat uns manchmal gefehlt", so Primm.

Besonders an sein "Heimrennen" in der 2019 eröffneten Arena E in Mülsen erinnert sich der junge Motorsportler aber gern. Beim ADAC-Kart-Masters belegte er dort im ersten Lauf Platz 5, und das mit der schnellsten gefahrenen Runde. Im zweiten Rennen fuhr er auf Rang 4, was ein Quantensprung zum Saisonauftakt in Kerpen war. "Ganz vorn wird auf einem enorm hohen Level gefahren. Da geht es um hundertstel und tausendstel Sekunden. Von daher bin ich sehr zufrieden", so der Rookie im Schalt-Kart.

Geboren wurde Simon Connor Primm übrigens gleich um die Ecke, in Reichenbach im Vogtland. Inzwischen lebt er mit seinen Eltern sowie den vier jüngeren Geschwistern jedoch längst in Großschirma. Den ersten Kontakt mit dem Motorsport hatte er 2014 mit einem Leihkart am Sachsenring. 2018 belegte er dann schon den 4. Platz beim ADAC-Kart-Masters, damals in der Klasse OK Junior. 2019 stieg er in die Klasse OK auf und wurde 16. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass er in seiner ersten Saison im Schalt-Kart auf Anhieb mit der Spitze mithalten konnte. Dementsprechend hat er seine Ziele nach oben korrigiert. Perspektivisch will der 1,80 Meter große Sportler ins ADAC-GT-Masters oder den Porsche-Carrera-Cup aufsteigen. "Wir prüfen gerade, welche Möglichkeiten sich für nächstes Jahr ergeben, aber ich bin noch jung und muss nichts überstürzen", so Primm. Die Gedanken gehen auch in Richtung Automobilsport. "Doch wir müssen natürlich auf unsere Sponsoren schauen. Ein weiteres Jahr im Kart-Sport ist genauso denkbar."

Zur beruflichen Zukunft hat der Schüler der 10. Klasse am Freiberger Schollgymnasium ebenfalls konkrete Vorstellungen: "Ich strebe zwar eine Profikarriere an, möchte aber nach dem Abitur gern etwas in Richtung Immobilienkaufmann, Investment oder Marketing studieren." Motorsport sei sein Leben, "aber die berufliche Zukunft hat Priorität".

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